OpenOffice kann jetzt Microsofts aktuelles Officeformat lesen
OpenOffice.org: Aktuelle Version 3.0 mit vielen Neuerungen
Jens Fliege
"Cocktail, friends, speeches and toasts", heißt es auf der Einladungsseite. OpenOffice.org (OOO) hat was zu feiern. Heute um 19.30 Uhr laden die Vertreter der freien Office-Suite zur Launchparty nach Paris. Mit OpenOffice 3.0 wurde nach drei Jahren Wartezeit der nächste große Versionssprung vollzogen.
Die aktuelle Version bringt eine ganze Reihe von neuen Features mit. So kann OpenOffice.org 3.0 nun endlich mit Microsofts Office-Format aus der Version 2007 umgehen. Die Dokumente können eingelesen, aber noch nicht im gleichen Format exportiert werden. Parallel dazu hat sich auch beim eigenen Dokumentenformat etwas getan. Die Office-Suite unterstützt in der aktuellen Version die Funktionen von ODF 1.2. Das ISO-zertifizierte Format enthält eine leistungsstarke Formelsprache und ein ausgeklügeltes Metadatenmodell, basierend auf W3C-Standards.
Für Mac-Nutzer hat sich eine Menge in der grundsätzlichen Darstellungsweise der Software verändert. OOO integriert sich nun nahtlos in die Mac-Oberfläche "Aqua" und benötigt keinen eigenen X11-Server mehr. Zudem kann die Software in allen Betriebssystem-Varianten ein renoviertes Startcenter vorweisen.
Neben der Textverarbeitung "Writer" wurden auch weiteren Modulen der Suite Verbesserungen spendiert. So haben das Malprogramm "Draw" und das Powerpoint-Pendant "Impress" verbesserte Zuschneide-Werkzeuge erhalten. Die Tabellenkalkulation "Calc" kann nun statt 256 Spalten 1024 pro Tabellenblatt verwalten und verfügt nun über einen so genannten "Solver" zum Lösen von Optimierungsaufgaben.
Anwender, die mit größeren Dokumenten hantieren müssen, werden sich bei Writer über die Anzeige von mehreren Seiten während des Bearbeitens freuen. Diese Funktion soll helfen, in unübersichtlichen Dokumenten den Kontext nicht zu verlieren. Auch das Anlegen von Notizen wurde in Version 3.0 verbessert. Anstatt kleine gelbe Rechtecke im Layout der Seite zu präsentieren, wurde der Notizfunktion nun eine komplette rechte Leiste spendiert. Das sorgt für mehr Übersichtlichkeit bei Anmerkungen.

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Übersichtlich: Anzeige von mehreren Seiten in Writer
(Klick vergrößert.)
Auch beim PDF-Import und -Export hat sich eine Menge getan. Die "PDF Import Extension" kann nun Hybrid-PDFs erzeugen, die neben dem PDF das Original-ODF der Textdatei beinhalten. In einem "normalen" PDF-Reader wird ein Hybrid-PDF wie gewohnt angezeigt. Änderungen am PDF sollen in OpenOffice.org so jederzeit möglich sein. Für das langfristige Archivieren von Dokumenten wurde eine PDF/A-Unterstützung integriert.
Der aktuelle Versionssprung kommt in einer Zeit, in der der Markt für Office-Suiten hart umkämpft ist. So hat Microsoft vor einigen Wochen parallel zu ODF eine Zertifizierung eines hauseigenen Dokumentenformats OOXML durchsetzen können. Unterdessen entdecken immer mehr Schwellenländer die kostenlose Office-Alternative. In Brasilien hat OOO bereits einen Marktanteil von 25 Prozent, was zwölf Millionen Nutzern entspricht.
>>> Kostenloser Download:OpenOffice.org 3.0
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Hat schon jemand Erfahrung gesammelt?
Gibt es bekannte Probleme?
Sonst kann man das runterladen, z. B. von hier Download
Zitat:
Gibt es bekannte Probleme?
Ich habe bisher nichts Negatives festgestellt, aber Office ist auch nicht meine Hauptbeschäftigung. Installation ging reibungslos und es wurde scheinbar auch alles aus der 2er-Version übernommen. Insgesamt wirkt es etwas geschmeidiger, Weiterentwicklung statt Umbruch.
Grüße,
Thorsten
Ich habe es gestern installiert. Das war absolut easy, hat gut geklappt und alles übernommen.
Ich habe dann ein doc angeschaut, dass mit Macros gespickt war. Ich war überrascht wie super das ausschaut.
Es scheint sich wirklich etwas getan zu haben, was Freeware als Weiterentwicklung beschreibt.
Ja, Bravo. weiter so !
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