Studie von Netzwelt.de, Werben&Verkaufen und Musikwoche
31 Mio. Songs bei Onlineportalen: 39 Prozent ohne Kopierschutz
Konstantin Korosides
In der Studien-Erhebung "digital music facts 2008" haben die drei Medien Werben & Verkaufen, die Musikwoche sowie das IT-Onlinemagazin Netzwelt.de zehn der größten Musikdownload-Portale in Deutschland untersucht. Berücksichtigt wurden nur Portale, die Songs zum Kauf anbieten. Von Interesse war besonders: Wer gehört mittlerweile zu den größten Musikdownloadportalen in Deutschland? Wie viele Songs werden hier online zum Kauf angeboten? In welchem Umfang stehen die Songs mit oder ohne Kopierschutz zur Verfügung? Welche der großen vier Musiklabels werden in welchem Umfang auf den Portalen vertrieben? In welchem Umfang wurden User bereits von der Musikindustrie beispielsweise wegen Filesharing abgemahnt?
Inhalt
- 31 Millionen Songs auf den 10 größten deutschen Musikdownloadportalen
- 28 Prozent der Songs werden als MP3s angeboten
- Gründungen in den vergangenen Jahren und Anzahl Künstler
- Hindernis Kopierschutz - nur ein Portal ganz ohne
- Anzahl Musikdownloads kaum nachvollziehbar
- Große Unterschiede beim Preis und Bezahlsystemen
- Nicht alle Portale sind für User interaktiv
- Umfrage mit Usern
- Musikgeschmack - 59 Prozent stehen auf Rock
- Bekanntheitsgrad führt nicht gleich zu Absatz
- 18 Prozent kaufen 1-3 Songs im Monat online, Problem Verkaufspreis
- Noch kaum Musikflatrates
- 76 Prozent finden Kopierschutz "blöd"
- 52 Prozent würden am liebsten Geld überweisen
- Für jeden 3. User sind interaktive Elemente wichtig
- 3 Prozent der Umfragen-Teilnehmer laden sich illegal Musik herunter
- 12 Prozent haben Aggressionen gegen die Musikindustrie
31 Millionen Songs auf den 10 größten deutschen Musikdownloadportalen
Die Ergebnisse: Die zehn der größten deutschen Musikdownloadportale bieten insgesamt 31 Millionen Songs und über 1,4 Millionen Alben digital zum Verkauf. iTunes von Apple ist mit 8 Millionen Songs das größte Portal in Deutschland, gefolgt von Napster mit 6 Millionen Songs. Nimmt man die 31 Millionen insgesamt angebotenen Songs als Basis (das entspricht allerdings nicht der Anzahl der verschiedenen Songs, vielmehr gibt es darunter zahlreiche Doppelungen), so hätte iTunes einen "Marktanteil" von 26 Prozent, Napster von 19 Prozent, musicload von 11 Prozent, Medionmusic von 9 Prozent, akuma.de, saturn.de, web.de und mp3.de von jeweils 6 Prozent, 7digital und Aol von 5 Prozent (1,5 Millionen Songs).

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Tabellarischer Vergleich der Features
(Klick vergrößert.)
Wenngleich der Anteil an Microsofts digitalem Musikformat Windows Media Audio (WMA) zurückgeht, wird dennoch 51 Prozent der im Internet vertriebenen Musik in diesem Format angeboten, gefolgt vom Format Advanced Audio Coding (AAC) mit 30 Prozent. AAC ist ein von der Moving Picture Experts Group (Dolby, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen, AT&T, Nokia und Sony) entwickeltes Format. Allerdings verwenden es in Deutschland unter den zehn großen Musikdownloadportalen lediglich Apple mit seinem iTunes Store (100 Prozent AAC), sowie das Downloadportal 7digital (86 Prozent der Songs sind hier in diesem Format).
28 Prozent der Songs werden als MP3s angeboten
28 Prozent der von den zehn großen Musikportalen angebotenen Songs werden als MP3 angeboten - mit 256 Kbit/s bzw. 320 Kbit/s. Das einzige Portal, das 100 Prozent seiner Songs in diesem beliebten Format anbietet, ist akuma.de, gefolgt von 7digital (86 Prozent) und saturn.de/musicload (70 Prozent). Das digitale Musikformat Ogg Vorbis spielt mit einem Marktanteil von einem Prozent unter den berücksichtigten deutschen Musikdownloadportalen so gut wie keine Rolle - es wird auch nur von dem Musikdownloadportal mp3.de angeboten.
Mehr über: Audio, Online-Musikmarkt, MP3-Downloads, Urheberrecht, Hintergrundwissen
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