Animations-Film über Ryan Larkin
Kurzfilm: Der soziale Absturz eines Künstlers
Yasmin Kötter
Vom gefeierten Künstler zum obdachlosen Bettler: Der Kurzfilm "Ryan" basiert auf der Lebensgeschichte des kanadischen Animationskünstlers Ryan Larkin. Larkin wurde vor über 35 Jahren durch seine Animationsfilme berühmt. Durch die Oscar-Nominierung seines Films "En marchant" aus dem Jahre 1969 als "bester animierter Kurzfilm" erlangte Larkin weltweit Bekanntheit.
Doch auf den beruflichen Höhenflug folgte der soziale Absturz: Larkin investierte sein Geld in Alkohol und Kokain und landete als Obdachloser auf der Straße. Die Fördergelder, die der talentierte Künstler für seine Werke bekommen hatte, waren schnell verbraucht. Mehrere Jahre schlug er sich als Bettler im kanadischen Montreal durch.
Einen erneuten Lichtblick gab es für Larkin im Sommer 2000: Beim Ottawa International Animation Festival durfte Larkin im Auswahlkomitee sitzen. Bei dieser Gelegenheit lernte er den Regisseur Chris Landreth kennen, der über Larkins Leben den animierten Kurzfilm "Ryan" drehte. 2004 gewann Landreth mit diesem Film einen Oscar.
Der Regisseur verwendet für "Ryan" Ausschnitte aus Interviews mit Larkin, seinen Kollegen und Weggefährten. Diese dokumentarischen Züge untermalt Landreth in seinem Film mit animierten Szenen, teils Ausschnitte aus Larkins Werken. Statt die vorkommenden Personen so naturgetreu wie möglich darzustellen, verfremdet Landreth sie. Stärken und Schwächen der Menschen zeigt er durch bunte Körperteile oder deren Nicht-Vorhandensein.
Ryan Larkins Animationsfilm "Walking" wurde 1969 für den Oscar nominiert.
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