Der Porno-Modus kommt
Internet Explorer 8: Microsoft setzt auf Privatsphäre
Moritz Zielenkewitz
Microsofts nächste Browser-Generation hat es in sich: Der Internet Explorer 8 erhält Funktionen, um unbeobachtet surfen zu können. Der InPrivate getaufte Modus schützt zwar auch die Privatsphäre vor unseriösen Drittanbietern, dürfte aber vor allem ein Handlanger beim Besuch von Pornoseiten werden.
Inhalt
- Der Feind an meinem Rechner
- Im privaten Rahmen
- Nutzerfreundlicher Blocksatz
- Neue Löschmittel
- Beta 2 in Kürze
Der Feind an meinem Rechner
Der Internet Explorer sieht sich in Version 8 einer starken Konkurrenz ausgesetzt: Mozilla Firefox knuspert an den Marktanteilen des IE, auch Opera und Safari haben ihre Klientel gefunden. Der Konzern setzt daher auf neue Ideen beim Schutz der Privatsphäre und schnürt ein Sicherheitspaket namens InPrivate.
Besonders betroffen ist hier, laut Microsoft, die "Über-die-Schulter-Sicherheit". Das Szenario: Mehrere Nutzer teilen sich den Zugang zum Internet über einen Computer oder Account. Jeder erhält durch die Limitierung Einblick in die besuchten Websites des anderen. Denn der IE ist - wie die Browser-Mitbewerber auch - ein fleißiger Datensammler: Verlauf, Cookies, Downloads und Passwörter liegen zum Greifen nah.
Im privaten Rahmen
Um hier für mehr Sicherheit zu sorgen, baut Microsoft InPrivate in den IE8 ein. Einmal aktiviert, speichert der Browser beim Besuch von Websites keinerlei neue Cookies mehr. Diese werden als so genannte Session Cookies behandelt und beim Beenden des privaten Surfens gelöscht - ebenso wie die temporären Internetdaten.

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Privat ja, Porno vielleicht: Neue IE8-Funktionen.
(Klick vergrößert.)
In diesem Modus merkt sich der Internet Explorer des Weiteren weder die besuchten Seiten noch die eingetippten Adressen, angeklickte Links oder Passwörter. Auch Texte, die der Nutzer in Eingabeformulare einträgt, merkt sich der Browser nicht. Der InPrivate-Modus ist dabei stets gut sichtbar als Symbol links neben der URL-Leiste.
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