Set-Top-Boxen und Sat-Receiver: Darauf müssen Sie achten
Kaufberatung HDTV: Aktuelle Geräte im Vergleich
DVD-Hardware und Medien
Einige preiswerte DVD- und Festplatten-Rekorder unterstützen allerdings kein Timeshifting. Dafür ist dieses Feature nicht nur auf Modelle mit integriertem Laufwerk beschränkt. Timeshifting funktioniert auch bei DVD-Rekordern, allerdings nur mit DVD-RAM-Medien. Empfehlenswerte Festplatten-Videorekorder wie beispielsweise der Panasonic DMR-EX80S oder der Sony RDR-HX780 (Details unterhalb des Artikels in den Links zum Thema) sind bereits für weniger als 300 Euro zu haben. Beide Geräte verfügen außerdem über einen HDMI-Ausgang und skalieren Videomaterial auf die HDTV-Auflösungen 720p und 1080i hoch.
Set-Top-Boxen: Nicht auf DVD-Auflösung beschränkt
Set-Top-Boxen (STB) sind prinzipiell nichts anderes als zusätzliche externe Empfangsgeräte, mit denen sich die Programmauswahl des Fernsehers komfortabel erweitern lässt. So bietet zum Beispiel der rund 290 Euro teure Kathrein UFS 910si laut Hersteller nicht weniger als 4.000 Programmspeicherplätze, die 500-Euro-Dreambox DM7025 Plus sogar unbegrenzt viele.
Da die meisten dieser Geräte mit DVB-S und DVB-S2 ohnehin auf digitalen Empfang ausgelegt sind, bietet sich hier eine Festplatte förmlich an. Nimmt man eine Sendung auf, landet deren Datenstrom unverändert auf dem internen Laufwerk und büßt daher nichts von der Qualität ein, mit welcher er ausgestrahlt wurde. Zudem bleiben dabei auch sämtliche Mehrkanalinformationen wie Tonspuren oder Sound-Formate wie Dolby Digital 5.1 vollständig erhalten.
Bei herkömmlichen Festplatten- oder DVD-Videorekordern ist der Ton dagegen auf Stereoklang beschränkt (Dolby Surround). Die Aufnahmen werden außerdem ins DVD-Format MPEG-2 konvertiert und landen deshalb nicht verlustfrei auf Disk oder Festplatte. Zwar gibt es je nach Modell mehrere Aufnahmemodi, bei denen abhängig von der Qualitätsstufe beispielsweise zwischen einer und zehn Stunden Video auf eine DVD passen. Mit steigender Spieldauer verringert sich die Qualität aber deutlich.
Verlustfreies Archivieren mit der Set-Top-Box
Die Flexibilität der Festplatten-Videorekorder hat man mit den Set-Top-Boxen meistens nicht. Zum Archivieren von Filmen eignen sie sich nämlich nur bedingt, weil jeder Hersteller hier ein anderes Speicherkonzept verfolgt. Daher landen die Videos mal auf internen Festplatten, oftmals aber auch auf USB- oder eSATA-Laufwerken. Ein Datenaustausch mit dem PC ist trotz vermeintlich passender Schnittstellen wie USB aber nur selten vorgesehen. Letzteres Interface dient häufig nur dazu, neue Firmware-Versionen aufzuspielen.
Für Puristen, die keine Videoqualität verschenken wollen, sind die mit Festplatte ausgestatteten Set-Top-Boxen ideal. Auch Timeshifting samt EPG gehören hier zur Standardausstattung. Dafür unterstützen die Geräte allerdings nur Digital-TV. Die Receiver empfangen beispielsweise digital kabelgebundenes (DVB-C) und digital terrestrisches Fernsehen (DVB-T). Großer Vorteil gegenüber Festplatten- und DVD-Videorekordern: Set-Top-Boxen liefern auch Satellitenprogramme via DVB-S ins Haus. Abhängig vom angepeilten Satelliten kann man sich deshalb ein recht umfangreiches Programmpaket zusammenstellen. Auch Pay-TV-Sender wie Premiere setzen eine Set-Top-Box voraus.

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Pay-TV-tauglich: Der HDTV-Receiver Philips DSR9005 eignet sich auch zum Empfang des Premiere-HD-Angebots.
Um verschlüsseltes Satellitenfernsehen zu empfangen, darf ein Common Interface (CI) nicht fehlen. Darüber erhält die Set-Top-Box ein Conditional Access Module (CAM), mit dem sich Pay-TV-Sender freischalten lassen. Die Dechiffierung der verschlüsselten Sender übernimmt dabei die Hardware der Set-Top-Box.
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