Kontrolle ist besser: So schützen Sie Ihre Daten im Netz
Vertrauen ist gut: Datenschutz selbst gemacht
Verbraucherschutz
In Firefox finden Sie die Optionen unter Extras -> Einstellungen -> Datenschutz. Hier kann man nicht nur einstellen, welche Cookies der Browser akzeptieren und wie lange er sie speichern soll, sondern auch, dass beim Schließen des Programms sämtliche privaten Daten gelöscht werden. Beim Internet Explorer kommen Sie über Extras -> Internetoptionen -> Allgemein zur Verwaltung der Cookies.
Flash und Scripte lassen sich mit Browser-Erweiterungen wie Flashblock und NoScript blockieren. Sie können aber auch für jede Webseite, die die Techniken nutzen darf, dauerhaft oder temporär erlaubt werden.
Auf den Rat anderer Surfer hören
Wenn man das erste Mal eine Webseite besucht, weiß man nur selten sofort, ob man ihr vertrauen kann. Abhilfe schafft zum Beispiel die Browser-Erweiterung Web of Trust (WOT). Jeder, der dieses Add-On installiert hat, kann Homepages in den Kategorien "Vertrauenswürdigkeit", "Händlerzuverlässigkeit", "Datenschutz" und "Jugendschutz" bewerten.
Surft man auf eine Seite, die schlecht bewertet ist, erscheint eine Warnung. Diese kann man zwar ignorieren und die Webseite trotzdem betreten, sollte die Meinungen anderer Internetnutzer aber ernst nehmen und dort nicht seine Daten preisgeben.

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Netzwelt.de wird von den Nutzern von WOT gut bewertet.
(Klick vergrößert.)
Spyware und andere "Nach-Hause"-Telefonierer
Das iPhone ist nicht das erste Gerät, das automatisch nach Hause telefonieren kann, auch Computer, oder besser gesagt die installierte Software, kann dies. Dabei muss es sich nicht einmal um bösartige Spyware-Programme handeln. Fast jede Software bietet die Option, automatisch nach Updates zu suchen oder nach einem Absturz einen Bericht darüber an die Hersteller zu senden.
Automatische Updates und ein Feedback für die Programmierer mögen zwar praktisch sein, aber welche Daten genau übermittelt werden, weiß man nicht. Die entsprechenden Optionen lassen sich aber bei den meisten Programmen ausschalten und hartnäckige Kandidaten kann man einfach nicht durch die Firewall lassen. Programme die vor Spyware schützen finden Sie im Downloadbereich.
Keine Anhänge von unbekannten Absendern öffnen
Ein alter Tipp gegen Spionage per E-Mail hat nach wie vor Gültigkeit. Öffnen Sie keine Anhänge und folgen Sie keinen Links von E-Mails unbekannter Absender oder wenn Sie Ihnen merkwürdig erscheinen. In den Anhängen können sich neben Viren auch Trojaner und andere Programme verstecken, die Ihren Rechner auspionieren.
Links in so genannten Phishing-Mails führen zu gefälschten Internetseiten, auf denen Sie zur Eingabe Ihrer Daten aufgefordert werden. Diese Seite stammt dann aber nicht von Ihrer Bank oder einer anderen Firma, mit der Sie zu tun haben. Die Fälscher wollen nur an Ihre persönlichen Informationen. Eventuell sind sie sogar schon im Besitz eines Teils Ihrer privaten Daten und können Sie in der Mail persönlich ansprechen.
Auskünfte einholen
Unternehmen sind dazu verpflichtet, Ihnen auf Anfrage mitzuteilen, welche Daten sie über Sie gespeichert haben und an wen sie weitergegeben worden sind. Die Verbraucherzentralen bieten einen Musterbrief für "Auskunftsersuchen und Widerruf der Einwilligung in die Datenweitergabe" an. Sie finden ihn in den Links zum Thema unter dem Artikel.
Fazit
Ein Problem bleibt leider selbst noch bestehen, wenn Sie sich sehr umsichtig verhalten. In jeder Firma kann es ein schwarzes Schaf geben, das Zugriff auf die Daten hat und in einem schwachen Moment die Finger lang macht. Sogar Behörden sind nicht immer ein Garant für Datensicherheit. Die Liste ihrer Datenpannen ist lang: Laptops und Computer gehen regelmäßig verloren, wichtige Akten oder CDs werden nicht immer vernichtet und zuletzt waren Meldedaten nur unzureichend gegen Zugriffe aus dem Internet geschützt.
Der beste Schutz für persönliche Daten ist immer noch, sie nur so wenig wie möglich und so viel wie nötig preiszugeben.
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