Kontrolle ist besser: So schützen Sie Ihre Daten im Netz
Vertrauen ist gut: Datenschutz selbst gemacht
Verbraucherschutz
Man sollte also genau überlegen, welche Informationen über sich man für andere Personen zugänglich macht. Im Internet ist es wie im richtigen Leben. Da erzählen Sie ja auch nicht jedem auf der Straße, wann und wo Sie im Urlaub sind und ihre Wohnung leersteht.
Gewinnspiele und Verlosungen
Online und offline locken Firmen mit Gewinnspielen und Verlosungen. Um gewinnen zu können, muss man meist nicht mehr tun, als seine Daten einzutragen, denn um die geht es den Unternehmen. Seien Sie misstrauisch. Wer veranstaltet das Gewinnspiel? Was steht im Kleingedruckten? Kann man der Weitergabe oder der weiteren Nutzung der Daten widersprechen? Falls ja, sollten Sie dies unbedingt tun.

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Bei Kreuzworträtseln locken keine Gewinne, aber es erhält auch niemand Ihre persönlichen Daten.
Bei Formularen nicht mehr angeben als nötig
Bei vielen Seiten im Internet muss man sich anmelden oder ein Formular ausfüllen, um sie nutzen zu können. Wenn Sie sich für eine Anmeldung entschieden haben, sollten Sie nur die Pflichtfelder ausfüllen. Alle freiwilligen Angaben sind unnötiges Futter für Datenkraken.
Weitergabe oder Nutzung zu Werbezwecken verbieten
Achten Sie beim Ausfüllen von Formularen darauf, einer Weitergabe oder weiteren Nutzung Ihrer Daten zu widersprechen. Je nach Formulierung des Textes müssen Sie dafür einen Haken setzen oder entfernen. Sie kommen also nicht darum herum, ihn vorher zu lesen.
Falsche Angaben machen
Nicht immer erscheint es nötig, richtige Angaben beim Ausfüllen von Formularen zu machen. Warum sich nicht mit ausgedachten Daten anmelden? Laut dem Hamburger Rechtsanwalt Alexander Wachs "gibt es kein Strafgesetz, welches das Verwenden falscher Adressdaten ausdrücklich unter Strafe stellt." Dies gelte allerdings nur, solange mit den falschen Angaben keine Schädigungsabsicht verfolgt werde. Sollte dem so sein, könne es sich um einen Betrug handeln.
Rechtsanwalt Wachs rät dringend davon ab, real existierende Daten von Arbeitskollegen, Nachbarn oder ehemaligen Freunden zu benutzen, "weil dies in einigen Fällen den Straftatbestand der Beleidigung, der üblen Nachrede oder der Verleumdung erfüllen könnte."
Konto regelmäßig überprüfen
Der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schlewsig-Holstein Thilo Weichert rät nicht nur dazu zurückhaltend mit der Preisgabe der privaten Kontoverbindung zu sein. "Mindestens alle zwei Wochen sollten die eigenen Kontoauszüge kontrolliert werden, ob unerwünschte beziehungsweise unberechtigte Abbuchungen vorgenommen wurden; diesen muss umgehend bei der eigenen Bank widersprochen werden." Die Verbraucherzentralen bieten einen Musterbrief zum "Widerspruch gegen Abbuchung ohne Einzugsermächtigung" an. Sie finden ihn in den Links zum Thema unter dem Artikel.
Er rät Betroffenen dazu, Verbraucher- und Datenschützer zu informieren, damit auch andere Bürger gewarnt werden können: "Sobald jemand erfährt, dass Unbefugte die eigenen Kontodaten nutzen, sollte die Verbraucherzentrale oder die zuständige Datenschutzbehörde mit weiteren Ermittlungen beauftragt werden. Denn von solchen Datenmissbräuchen sind zumeist viele Tausend Menschen betroffen."
Cookies, Flash und Scripte blockieren
Bei Cookies, Flash und Scripten handelt es sich um gebräuchliche Techniken im Internet. Doch auch sie können dazu genutzt werden, Daten zu sammeln. Um es Datensammlern schwer zu machen, kann man zum Beispiel das Ablegen von Cookies verbieten oder sie beim Schließen des Browsers löschen lassen.
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