iPhone-Nutzer weltweit beschweren sich über Mängel
iPhone 3G: Die Probleme häufen sich
Handy
Alles andere würde sicherlich zu noch mehr Kritik führen. Immerhin zahlen die Amerikaner für das neue iPhone 3G zehn Dollar mehr als für das alte. Das sind umgerechnet gut sechs Euro, um die eigentlich schnellere Datenverbindung nutzen zu können.
Ein Presse-Sprecher vom amerikanischen Netzbetreiber AT&T, Mark Siegel, zeigte sich gegenüber dem US-Technikmagazin Cnet nicht beunruhigt: "Was wir sehen, ist dass das iPhone 3G sehr gut funktioniert. Ich bestreite nicht, dass Nutzer Probleme haben. Aber um diese Fälle kümmern wir uns einzeln." Sprecher des deutschen Anbieter T-Mobile standen leider nicht für ein Statement zur Verfügung.
Internet-Studie: Wie schnell surft dein iPhone?
Das Online-Magazin Wired versucht sich an einem weltweiten Überblick: Freiwillige sollen online ihre mit dem iPhone 3G erreichten Höchstgeschwindigkeiten veröffentlichen. Nach und nach entsteht auf diese Weise eine interaktive Karte, die auf den ersten Blick erkennbar macht, wo das iPhone welche Leistung bringt.

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Weltweite Übersicht: Schnelles oder langsames iPhone 3G? Quelle: Wired
(Klick vergrößert.)
Das ehrgeizige Vorhaben findet viele Anhänger. Eine Lösung des Problems kann eine Weltkarte allerdings nicht liefern. Branchenanalyst Richard Winsdor von Nomura Securities vermutet den Fehler beim verbauten Chip: In einem Bericht vom 12. August schreibt er, die festgestellten Mängel wie Verbindungsabbrüche seinen auf ein unausgereiftes Chipset zurückzuführen, das Apple von der Firma Infineon ankaufe. Bestätigt ist dies allerdings nicht.
Chipsatz: Grund für Mängel ein Hardware-Problem?
Liegt das Problem wirklich am Chipsatz, müsste Apple die Hardware austauschen. Die Möglichkeit, durch ein Software-Update Abhilfe zu schaffen, bestünde in diesem Fall nicht. Vielleicht besser so: Neben der langsamen Datenübertragung war auch die langsame Reaktionszeit des iPhones 3G den Besitzern aufgefallen. Auch das netzwelt vorliegende, brandneue iPhone bereitet in dieser Hinsicht Ärger.
Das Navigieren mit den Fingern auf dem Touchscreen macht deutlich weniger Spaß. Negativ fällt zudem die lange Reaktionszeit beim Starten von Anwendungen wie der Kamera auf. Genau dies sollte die neue Firmware-Version 2.0.1 beheben, die Apple bereits wenige Wochen nach Veröffentlichung der Version 2.0 herausbrachte. Zumindest das netzwelt-iPhone zeigt sich auch mit Software-Update träger als das alte iPhone.
Eine ernüchternde Bilanz, gut einen Monat nach Marktstart des iPhones 3G: Langsame Datenverbindung, langsame Reaktionszeit und obendrein der bereits von netzwelt beschriebene Apple-Freifahrtschein, über ein Software-Hintertürchen aus der Ferne Programme zu löschen. Langsam bröckelt es in der bislang makellosen Fassade des Kulthandys.
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