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15.08.2008
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Der virtuelle Kassensturz

Bezahlen im Internet: Dienste in der Übersicht

Internet & Netzwelt

Schneller zahlen per Kreditkarte

Kaufwillige, die Wert auf schnelle Lieferung der Waren legen oder Dienste sofort online freischalten wollen, setzen auf die Kreditkarte. Dagegen können bei der Überweisung durchaus mehrere Tage vergehen, bis das Geld auf dem Konto des Händlers landet. Doch auch Kreditkarten sind kein rundum sicheres Online-Zahlungsmittel. Cyberkriminellen genügen nur wenige Angaben wie Kartennummer, Inhaber, Ablaufdatum und Verifizierungscode, um auf Einkaufstour gehen zu können. Teilweise braucht es gar keinen Keylogger oder ausgefeilte Spionagemaßnahmen mehr, um an diese Informationen zu kommen. Im Internet ist mittlerweile ein regelrechter Schwarzmarkt mit gestohlenen Kreditkartennummern entstanden, die auf speziellen Plattformen ausgetauscht werden.

Nicht selten stammen die Daten aus unzureichend gesicherten Online-Shops. Dem US-Einzelhändler TJX wurden über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren rund 90 Millionen Kreditkartendaten gestohlen. In Deutschland traf es Ende 2007 den Online-Kartenhändler Kartenhaus, dem Kreditkarten-Informationen von mehr als 60.000 Kunden abhanden kamen. Um weiteren Missbrauch einzuschränken, verlangt die Kreditkartenindustrie seit dem 1. Juli 2008 deshalb besondere Sicherheitsmaßnahmen. Online-Shops, die Kreditkartendaten verarbeiten, müssen nun den Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) einhalten.

PayPal ist erfolgreichster Internet-Bezahldienst

Wer bestellte Ware schnell erhalten will und keine Kredikarte besitzt, kann dazu in vielen Webshops auch spezielle Online-Bezahlsysteme nutzen. Ebenso wie die Banken setzen die Web-Ableger auf SSL-Verbindungen und garantieren je nach Anbieter auch eine Einlagensicherung. Mit mehr als 140 Millionen Mitgliedskonten gehört PayPal zu den weltweit populärsten Diensten und wird mittlerweile auch von eBay als Micropayment-System zur Zahlung von Klein- und Kleinstbeträgen eingesetzt.

Wenn es schnell gehen muss, lassen sich über den Bezahlfreund Geldtransfers innerhalb von Sekunden und ohne PIN oder TAN abwickeln. Beide Parteien benötigen lediglich einen PayPal-Account und eine gültige E-Mail-Adresse. PayPay fungiert dabei als Vermittler: Statt dem Online-Händler eine Kontoverbindung anzugeben, überweist man ihm Geld vom PayPal-Konto. Das gelingt bequem per Lastschriftverfahren und sogar vom Mobiltelefon aus und sorgt dafür, dass der Geldbetrag dem PayPal-Konto des Händlers unmittelbar gutgeschrieben wird.

Und noch ein Vorteil: Wer kleine Geldbeträge ins Ausland überweisen will, kommt mit PayPal deutlich günstiger weg als bei der gebührenpflichtigen Überweisung. Ebay-Shoppern, die beispielsweise in den USA das Ein-Dollar-Schnäppchen finden, bietet PayPal damit einen entscheidenden Vorteil.

PayPal-Sicherheitsschlüssel

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Abgesichert: Der optional erhältliche Sicherheitsschlüssel generiert eine Zufallszahl, die ein PayPal-Nutzer bei jedem Login eingeben muss. (Bild PayPal)
(Klick vergrößert.)

Gesperrte Accounts bei Terrorverdacht

Käufer und Verkäufer erhalten keinen Einblick in die Bankdaten des anderen, kennen nur dessen E-Mail-Adresse und sind damit subjektiv besser geschützt als Bankkunden. PayPal bietet zudem für rund fünf Euro einen Sicherheitsschlüssel an. Dieser generiert einen zufälligen sechsstelligen Zahlencode, welchen der Benutzer bei jedem Login zusätzlich zu E-Mail-Adresse und Passwort eingeben muss.


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