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15.08.2008
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Der virtuelle Kassensturz

Bezahlen im Internet: Dienste in der Übersicht

Manuel Masiero

Bezahlen im Internet: Dienste in der Übersicht

Online-Shopping ist einfach, bequem und schont die Nerven. Statt sich in den nächsten Schlussverkauf zu stürzen und sich mit anderen Kaufwütigen um die besten Schnäppchen zu balgen, erledigt man den Einkauf kurzerhand am Rechner. Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Bezahlsysteme mit sich bringen, beleuchtet dieser Artikel.

Die nächste Urlaubsreise, ein neues PC-System oder gebrauchte CDs und Bücher bei eBay - Online-Einkaufen wird immer beliebter. Laut einer Untersuchung des Bundesverbands Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) haben 2007 rund 41 Prozent der Deutschen im Internet Waren oder Dienstleistungen bestellt.

Inhalt

  • Die TAN-Nummer hat ausgedient
  • Schneller zahlen per Kreditkarte
  • PayPal ist erfolgreichster Internet-Bezahldienst
  • Gesperrte Accounts bei Terrorverdacht
  • Giropay
  • Click&Buy

Noch im Jahr 2006 lag die Quote bei 38 Prozent und ein weiteres Jahr zuvor bei 32 Prozent. Innerhalb der 27 EU-Staaten belegt Deutschland damit Rang 4. Dagegen geht man in Süd- und Osteuropa nur selten auf Internet-Einkaufstour. So lag die Quote der Online-Shopper in Rumänien und Bulgarien nur bei zwei Prozent und damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 27 Prozent.

Bitkom Webmonitor

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Bewährt: Beim Online-Shopping ist die Lastschrift nach wie vor die meist genutzte Bezahlmethode. (Bild: Bitkom)
(Klick vergrößert.)

Bei der virtuellen Einkaufstour liegen konventionelle Bezahlmethoden noch immer ganz weit vorne. Mit 38 Prozent ist das Lastschriftverfahren die beliebteste Zahlungsmethode, dicht gefolgt von der Rechnung mit 29 Prozent. Immerhin 20 Prozent der deutschen Shopper setzen auf die Kreditkarte und 17 Prozent zahlen per Nachnahme. Wenn es um die Bezahlung geht, bieten sich neben Klassikern wie Überweisung und Kreditkarte auch viele Online-Bezahlsysteme wie Giropay, Paypal oder Click&Buy an.

Die TAN-Nummer hat ausgedient

Altbewährte Bezahlmethoden wie Lastschrift oder Kreditkarte gehören nicht mehr zwangsläufig zu den sichersten. Daran haben Phisher maßgeblichen Anteil, die unter anderem mit gefälschten Bank-Webseiten versuchen, Geheimzahlen und TAN-Nummern von EC- und Kreditkarten auszuspionieren. So registrierte die Polizei im Jahr 2007 hierzulande bereits 4.200 solcher Schadensfälle, rund 20 Prozent mehr als noch 2006. Dabei konnten die Phisher im Schnitt rund 4.000 Euro ergattern. Der Bankkunde haftet jedoch für alle Kontobewegungen, die mit seinen Zugangsdaten durchgeführt wurden. Im Zweifelsfall sollte man daher das Lastschriftverfahren verwenden. Innerhalb von sechs Wochen nach der Abbuchung können Bankkunden die Zahlung ohne Begründung widerrufen.

iTan

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Sichere Transaktion: Beim iTAN-Verfahren wird bei jeder Überweisung eine bestimmte TAN-Nummer abgefragt. (Bild: Postbank)

Um Hackerangriffe auf Online-Shopper einzugrenzen, haben die meisten Banken inzwischen das alte TAN-Verfahren abgesetzt und durch iTAN ersetzt, die so genannten indizierten TANs. Bei einer Überweisung genügt es nun nicht mehr, eine beliebige Nummer eines TAN-Blocks einzugeben. Stattdessen fordert das Online-Banking-System eine ganz bestimmte TAN an, die nur für einen einzigen Auftrag gültig ist. Einige Banken bieten zusätzlich auch Varianten wie eine elektronische iTAN-Liste eTAN an oder verlegen sich auf Mobile TAN (mTAN). Dabei wird dem Kunden eine gültige TAN-Nummer per SMS zugeschickt und ist wiederum nur für die aktuelle Überweisung gültig.


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