Supercomputing im Land der Spätzle und Maultaschen
Wissenschaft spricht schwäbisch: IBM in Böblingen
Prozessoren & Overclocking
Man muss sich diese Entwicklungsarbeit wie ein großes Kaffeekränzchen vorstellen, wobei das Silicon Valley etwas im Vorteil zu sein scheint. Zwar sind die Software- und Hardware-Bereiche in Böblingen unter einem Dach und die Entwickler aus beiden Bereichen gleichen immer alle Belange untereinander ab, doch im Tal des Siliziums erscheinen diese kleinen Kaffeekränzchen etwas runder. Hier sitzen Chip- und Softwarehersteller zusammen mit allen anderen beteiligten Firmen gemeinsam und oft am Tisch - ob beim Mexikaner oder Italiener sei dahingestellt.
Erfolg sichert Arbeitsplätze und Leben
Aber auch in Böblingen muss man nicht mehr als 20 Kilometer einplanen, um alle wichtigen Partner zu erreichen. Das ist zwar nicht so nahe wie im Silicon Valley, aber angesichts der häufig zu überbrückenden Distanzen zwischen Geschäftspartnern doch recht erstaunlich. Zeigt das doch, dass man nicht unbedingt aufeinander hocken muss, um Erfolg zu haben. Auch wenn dieser Erfolg für den normal Sterblichen nicht immer sichtbar ist. So versteckt sich die Forschung aus dem Schwabenländle oft in Gerätschaften und Instituten, die der Anwender nicht als Forschung wahrnimmt.
IBM Manager über die Böblinger Produktpalette
Ob Tomographie, bei der ein Querschnitt des Herzens in Echtzeit schon jetzt möglich ist, oder beim Crash-Test in der Automobilindustrie: Überall sind Technologien des Forschungszentrums Böblingen zu finden. Dies sichert Arbeitsplätze in Deutschland. Wo führt die Böblinger Forschungsreise hin? Was ändert sich? In den Hardware- und Softwarebereichen wird es laut Fischer einen gravierenden Umbruch geben.
Der Schwerpunkt ist schon abgesteckt: Die Technik, auf einen einzelnen Server zuzugreifen, muss laut IBM Böblingen dahin gebracht werden, dass das Rechenzentrum alles als eine Einheit bearbeitet. Bei uns zu Hause ist diese Technik gerade erst im Kommen, wenn auch im kleineren Stil. Laptop, Desktop-Rechner, Server, Zweit-Laptop, alles muss gemeinsam nutzbar sein - in einem Netzwerk. Auch hier greift man schon auf einfache zentralisierte Systeme zurück. Die so genannten NAS etwa sind ein Beispiel, wie Servertechnik auch in den heimischen vier Wänden funktionieren kann: Die Forscher in Böblingen wird es freuen und gegen Silicon Valley den Rücken stärken.
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