Grüne Welle für Router
D-Link: Neue Router-Chipsätze, weniger Strahlung
Markus Henkel
Der steigende Druck der Politik, aber auch der Kundenwunsch nach mehr Ersparnis und Nachhaltigkeit veranlasst Unternehmen, immer mehr auf Green IT zu setzen. D-Link könnte nun ein grüner Meilenstein gelungen sein: Das Unternehmen bringt die ersten WLAN-Router heraus, die durch ein integriertes Tool weniger Strahlung verursachen und den Energieverbrauch stark senken sollen.
Für Hausbewohner, die daran Freude haben, das Kinoerlebnis per IPTV auf ihrem Rechner zu genießen oder per IP-Telefonie mit Freunden kommunizieren, ist Green IT schon lange ein Begriff oder sollte es zumindest sein. D-Link hat nun in den letzten WLAN-Routern und Switches eine Monitoring-Software eingebunden, die Ersparnisse garantieren soll. Die Rede ist vom so genannten "Green Ethernet".
Die D-Link Router N-Serie verspricht Einsparungen bis zu 41 Prozent.
Durch das neue Monitoring konnte man bei D-Link die Switches-Modelle DGS-1216T und DGS-1224T in ein lüfterloses Design hüllen. Beim etwas umfangreicheren DGS-1248T wurde die Anzahl der Lüfter von vier auf zwei gesenkt. Die Netzkoppler sollen nun gegenüber den Vorgänger-Modellen bis zu 29 Prozent Energie einsparen.
Bei den Routern spricht man gar von bis zu 41 Prozent. Hier kann der Benutzer entweder den N (N Draft Standard) Gigabit Router (DIR-655), der bis zu 32 Prozent einsparen kann, oder den N Viererkabel Band Gigabit Router (DIR-855) mittels Firmware-Update zur Strahlungs- und Kostensenkung überreden. Dieser soll ganze 41 Prozent erwirtschaften. Für den Dauerbetrieb würde das eine fast halbierte neue Kostenaufstellung bedeuten.
Das Monitoring-Tool wird vorläufig nur bei den Routern in England integriert sein. Aber es besteht Hoffnung für die schon hier in Deutschland erhältlichen N-Router. "Diese werden schon bald mit dem neuen Chipsatz und der Software ausgeliefert", so D-Link Deutschland gegenüber netzwelt. Ansonsten bietet sich für schon gekaufte Router-Exemplare ein nachträgliches Software-Update an.
Neues Monitoring-Tool spart Geld
Gerade beim neuen N-Standard ist es nötig, energiebewusst zu planen. Senden hier doch drei Antennen gleichzeitig und durch die neue MIMO Technologie, durch die die Reichweite erhöht wird, ist weitere Energie von Nöten. Ein anderer Punkt ist das Senden selbst. Noch immer streiten sich die Experten darüber, wie schädlich wirklich die Strahlung ist. Mit der neuen Software hat man zumindest die Möglichkeit, dieser Gefahr etwas aus dem Weg zu gehen. Wird das Netz nicht benötigt, fährt es in den Ruhezustand und strahlt auch nicht.
Die Technik ist laut Hersteller nicht nur innovativ, vielmehr wird von ihr der Konnektivitätsstatus (Vernetzung) und die Kabellänge erkannt und entsprechend reguliert. Mit dem neuen Tool lassen sich die Leistungsabgabe auf jedem Ethernetanschluss und der WLAN-Schnittstelle entsprechend des Link-Status und der Länge der angeschlossenen Kabel individuell regeln.
So ermittelt beispielsweise die Funktion "Kabeldiagnose" selbstständig die Länge der Anschlusskabel an den aktiven Ports und reguliert die Ethernet-Signalstärke entsprechend. Bei Verwendung einer kurzen Kabelverbindung an einem Anschluss wird der Energieverbrauch entsprechend reduziert.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: DSL-Hardware, DSL, Router, D-Link, DSL-Technik
-
Netgear WGR614L: Router für kreative Firmware-Schreiber
Open Source goes Wireless -
Im Test: D-Link Router mit enormer Bandbreite
Der DIR 655 sorgt im Härtetest nicht nur für ultraschnelle Übertragung -
Link-Wink: Router-Passwörter für Hobby-Hacker
1234, default, 00000 oder doch admin?
Links zum Artikel
Jetzt sind Sie dran.
Kommentieren
D-Link: Neue Router-Chipsätze, weniger Strahlung
Was sagen Sie dazu?
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben









