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11.08.2008
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Betriebssystem mit den vielen integrierten Google-Diensten

gOS: Das Gadget-OS mit dem Google-Drive

Software

Für die einen ist gOS bytegewordener Daten-Albtraum aus dem Googleversum, für die anderen verheißungsvoller Bote der näheren Zukunft unter dem Stichwort "Cloud Computing". Wie sehr die Verbindung zwischen Google Diensten beziehungsweise Google Software auf der Arbeitsoberfläche voran geschritten ist, verrät bereits ein Blick auf das Mac-artige Dock, das dem Avant-Projekt entliehen ist. Dort befindet sich neben Firefox das Icon für das Gmail-Konto, die Kalenderfunktion und Google Docs. Die wichtigsten Büro-Dienste, die gOS zu bieten hat, sind also nicht nur direkt im Dock verknüpft, sondern werden über "Prism" angesteuert.

Wer eines der Icons anklickt, versteht sofort, was Prism bewirkt: Diese Technologie sorgt dafür, dass Software, die aus dem Netz gestartet wird, sich im Fenster nicht als solche zu erkennen gibt. Wenn Sie Google Docs in gOS starten, werden Sie, schnelle Leitung vorausgesetzt, tatsächlich das Gefühl haben, eine Programmanwendung zu starten. Kein Browser-Fenster verrät, dass Mozillas Gecko-Engine und damit also Firefox den Start der Anwendung ermöglicht. Dank Gear ist sogar ein Arbeiten mit den Online-Applikationen im Offline-Modus möglich.

Dock mit Google-Diensten

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Dock mit Google-Diensten
(Klick vergrößert.)

Und wie wird gOS installiert?

Die Installation von gOS gestaltet sich nicht sonderlich schwer und ist mit dem typischen Sechser-Schritt einer modernen Ubuntu-Installation vergleichbar. Zunächst einmal starten Sie in die Live-Umgebung von gOS. Dort klicken Sie auf "Installieren". Nun öffnet sich das Installationsfenster, das Sie in wenigen Schritten durch die Installation führt.

Die Installation von gOS

  • gOS startet hoch
  • Die Live-Umgebung ist gestartet
  • Berlin, Berlin
  • Fortschritt der Installation
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.

Im ersten Fenster wählen Sie die Spracheinstellungen aus, im zweiten Fenster Ihre Stadt. Im dritten Fenster können Sie überprüfen, ob das Tastaturlayout korrekt eingestellt ist. Anschließend kommt die Frage nach Login und Passwort. Hier weicht gOS vom Ubuntu-Standard ab, denn in der Grundkonfiguration können Sie nur ein Passwort setzen, was wohl der Herkunft aus dem Wal-Mart-Verkauf geschuldet sein könnte. Nach der Installation können Sie über die Benutzerverwaltung ein weiteres Konto einrichten. Das letzte Fenster bringt die Distribution mit einem Klick auf "Installieren" auf die Festplatte.

Fazit

Wenn man die grundlegenden Bedenken gegen die Datensammelwut eines Google-OS mal außen vor lässt, lässt sich sagen, dass gOS mit seinem Benutzerkonzept äußerst modern ist. Der Desktop setzt weitestgehend auf Applikationen, die aus dem Netz geladen werden mit dem Browser als Transmitter. gOS nutzt dabei mit Prism konsequent eine Technik, die die Grenzen zwischen On- und Offlinewelt verschwimmen lässt. Noch hat gOS die typischen Programme einer Ubuntu-Installationen an Bord: OpenOffice, GIMP, Basero und Co. Man muss aber kein Prophet sein, um sich auszurechnen, dass die Tage dieser lokalen Software-Installationen gezählt sind. Bleibt nur noch die Frage offen, wie lange es dauern mag, bis auch im quelloffenen Bereich genügend leistungsfähige Applikationen groß geworden sind, um eine ähnlich leistungsfähige Umgebung mit deutlich gezähmter Sammelwut zu erzeugen.

Autor/in: (jf)


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