Im Vergleich: Online-Portale, Suchmaschinen und Reisebüro
Flugenten: Online-Reisen nicht immer günstiger
Internet & Netzwelt
Das ausgewählte Reiseportal unterbietet die Konkurrenz tatsächlich, wie sich nach dem Besuch der verlinkten Internetseite zeigt: Die Endsumme ohne Versicherung beträgt lediglich 188,14 Euro. Über Billigflieger kommen Reisende günstiger weg als bei der Flug-Suche im Online-Reisebüro.
Ebenfalls eine Suchmaschine bietet der erwähnte Preisvergleichs-Dienst Idealo. Der hier ermittelte Preis liegt über dem von Billigflieger, ist aber noch immer günstiger als die der Reiseunternehmen: 187 Euro soll der Flug nach Paris und wieder zurück kosten, wie zuvor ohne Versicherungspaket.
Vier Spürnasen: Kayak, Skyscanner, Checkfelix und Swoodoo
Bei der Suchmaschine Kayak.com gibt es eine kleine Besonderheit: Hier kann man auf der Suche nach Wochenendflügen die Preise für mehrere, hintereinanderliegende Wochenenden anzeigen lassen. Wer sich also nicht auf ein bestimmtes Wochenende festgelegt hat, kann sich jenes mit den günstigsten Konditionen raussuchen lassen. Für das vorgegebene Datum suchte Kayak einen Flug für 184 Euro heraus.
Negativ fällt dagegen etwas anderes auf: Bei der Test-Anfrage wurde nur auf die Startseite des ausgewählten Anbieters verlinkt, sodass dort erneut die Flugdaten eingegeben werden mussten. Das kostet unnötig Zeit und ist für den Anwender unkomfortabel. Zumindest zeigt Kayak auf Nachfrage die Telefonnummer des Anbieters, samt Flugnummer für die Auswahl an. So haben die Suchenden die wichtigsten Daten parat, um telefonisch das Ticket zu bestellen.

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Kayak: Die richtigen Suchoptionen für Flexible.
Skyscanner.net zeigt im Praxistest kleine Schwächen: Die Suchmaschine findet zwar den selben Flug wie die Konkurrenz und verspricht den Tiefstpreis von 175,14 Euro. Auf der Seite der Fluggesellschaft kommt aber die große Enttäuschung: Zunächst ist wieder nur die Startseite verlinkt und dann stellt sich nach dem Auffinden des Fluges heraus, dass anfallende Gebühren nicht von Skyscanner berücksichtigt wurden. Statt dem vorher angezeigten Preis kostet der Flug insgesamt 184,14 Euro.
Die Suche bei Checkfelix.at dauert im Vergleich relativ lange: Bis zu zwei Minuten lässt das Ergebnis auf sich warten. Der ermittelte, günstigste Preis liegt mit 187 Euro ohne Versicherung im Mittelfeld. Eine Such-Variante für ganz Flexible bietet Swoodoo.de. Neben der Variante, bis zu drei Tage abweichend vom angegebenen Datum Flüge zu suchen, besteht eine andere Option: ganz ohne Datum nach günstigen Flügen ab einem Euro zu suchen. Auf diese Weise werden die preiswertesten Flüge des gesamten Jahres für das gewünschte Reiseziel angezeigt. Bei der Suche nach dem Testflug stand unter dem Strich ein Preis von 184 Euro.
Zwischenfazit: Suchmaschinen liefern billigere Flüge als Reiseportale
Der Vergleich zeigt: Generell liefern Suchmaschinen günstigere Preise als die Online-Reiseportale. Das liegt vor allem an den Service-Gebühren, die bei den großen Anbietern anfallen. Wer wirklich nur einen Flug buchen möchte, ohne Zusatzleistungen wie Hotel oder Mietwagen, liegt mit den Suchmaschinen richtig. Zumindest im von netzwelt angegebenen Fall auf einer innereuropäischen Strecke.
Überraschendes Ergebnis: Das Reisebüro kann sich behaupten
Ein Besuch im Reisebüro soll zeigen, ob das Internet den Gang dorthin wirklich überflüssig macht. Die Einschränkung der Reisefachleute: Generell berücksichtigen Reisebüros keine Billigflieger wie Easyjet, lassen sich die Preise aber durchaus zum Vergleich anzeigen. Im speziellen netzwelt-Fall ermittelte das ausgewählte Reisebüro den selben Flug als günstigsten, den auch die Online-Dienste als Schnäppchen entlarvten.
Der genannte Preis überrascht jedoch: Nur 128,67 kostet der Hin- und Rückflug beim Fachmann. Das sind 55,33 Euro weniger als der Tiefstpreis im Test über die Suchmaschine Kayak. Das Fazit: Der Weg ins Reisebüro lohnt sich immer noch. Denn auch wenn Billigflieger mit ihren Angeboten locken - sie sind nicht zwangsläufig die billigsten.
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