Microsoft formt das Betriebssystem der Zukunft
Midori: Der Tag, an dem Windows stirbt
Software
Windows, das Urgestein der Desktop-basierten IT-Träume, nähert sich seinem Lebensabend. Die Zukunft liegt im Netz, ein Betriebssystem muss sich anpassen - das hat auch Microsoft erkannt und werkelt im Hintergrund an einer Revolution. Der Name: Midori.
Inhalt
- Fensterlose Zukunft
- Die Desktopokalypse
- Dünnpfiff On-Demand
- Virtuelle Genialität
- Das Bandbreiten-Equilibrium
- Geister der Gewohnheit
Fensterlose Zukunft
Midori wird in eine Zeit hineingeboren, die aus Sicht der Betriebssysteme aufwühlender kaum sein könnte: User klammern sich an XP, misstrauen Vista und mögen auch an den Heiland Windows 7 nicht mehr so recht glauben. Parallel dazu entdeckt eine breite Masse, dass Mac OS X mehr kann als edel aussehen und dass Linux nicht beißt.
Und genau hier tritt Midori auf den Plan, ein bis vor kurzem noch geheim gehaltenes Projekt aus Microsofts Research-Reihen. Midori, das ist japanisch und heißt "grün". Grün wie die Hoffnung womöglich, ein Hoffnungsschimmer angesichts der Tatsache, dass ein Betriebssystem wie Windows mit 20 Jahren Code vermutlich nicht mehr flexibel genug auf den vorherrschenden Online-Trend reagieren kann.
Und in den Forschungslabors von Microsoft scheint es tatsächlich zu grünen, scheint etwas heranzureifen, das den Markt der Betriebssysteme revolutionieren könnte. Denn es lockt mit Buzzwords wie plattformübergreifend, vernetzt, virtualisiert - kurzum, Midori erscheint wie der bytegewordene Traum des Grid-Computings.
Die Desktopokalypse
Die Art der Computernutzung ist auch immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Und diese Gesellschaft strebt aktuell massiv ins Internet. Texte, Bildergalerien, Spiele, die eigene Organisation - all das hat online seinen Platz gefunden. Der Browser hat den Desktop als Schaltzentrale des digitalen Lebens abgelöst.
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