Bomben entschärfen, Chemikalien und Verschüttete aufspüren
Der Roboter für den Großstadtkampf: iRobot Negotiator 200
Kurt Müller
Gedacht ist der iRobot Negotiator 200 für alle Einrichtungen, die im zivilen Sicherheits- und Katastrophenschutz tätig sind. Zwar gibt es für diesen Bereich bereits den iRobot PackBot 510, der aber mit einem Preis von 100.000 US-Dollar (64.500 Euro), gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen, nicht zur ersten Wahl gehören dürfte.
Die Aufgaben, die der Roboter lösen soll, umfassen neben dem Aufspüren und Entschärfen von Bomben auch die Untersuchung von giftigen Chemikalien. Ebenso ermöglicht es der iRobot Negotiator 200 den Rettungskräften unpassierbares Gelände, wie zum Beispiel nach Erdbeben eingestürzte Gebäude, zu erforschen.
Nichts für schwache Menschen
Für diese Einsätze ist der iRobot mit einer so genannten Operator Control Unit (OCU) ausgerüstet, damit sich die Rettungskräfte in sicherem Abstand zur Gefahrenquelle aufhalten können. Die Reichweite der OCU beträgt dabei rund 240 Meter. In der Fernsteuerung befinden sich die Joysticks zur Steuerung sowie ein 11,4 x 8,9 Zentimeter großer Bildschirm, auf dem die Aufnahmen des Roboters wiedergegeben werden.

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Für den Kampf in der Großstadt bestens geeignet. (Bild: popsci.typepad.com)
Dafür wiegt der 27,3 x 12,7 x 11,4 Zentimeter große Kasten der Fernsteuerung inklusive Akku dann auch stolze 3,8 Kilogramm. Das entspricht in etwa dem Gewicht eines ausgewachsenen 17 Zoll-Notebooks. Der Roboter misst in der Grundausführung 63,5 x 40,6 x 19,3 Zentimeter, wobei er sich noch auf 53,3 Zentimeter verlängert, wenn das Zusatzfahrwerk zum Bewältigen von Treppenstufen montiert wird.
Der Negotiator hingegen bringt es inklusive zwei Nickel-Metallhybrid-Akkus (NiMH) und ohne Einsatzbeladung auf 15,4 Kilogramm. Mit einer Akkuladung kann der Roboter dann drei bis sechs Stunden lang mit einer maximalen Geschwindigkeit von fünf Kilometer pro Stunde eingesetzt werden. Außerdem ist das Gerät wasserfest.
Serienmäßig mit an Bord sind darüber hinaus noch eine Videokamera und LED, die eine Infrarot-Beleuchtung ermöglichen, sodass auch in dunklen Räumen gefilmt werden kann. Außerdem können noch verschiedene Scheinwerfer, ein zusätzliches Kamerasystem, ein Gasdetektor oder das so genannte civil response kit zum Aufspüren chemischer Giftstoffe montiert werden.
Der iRobot Negotiator ist ab dem vierten Quartal 2008 auf dem amerikanischen Markt erhältlich. In der Basisausführung soll der Roboter für 15.000 US-Dollar (9.678 Euro) zu haben sein. Komplett ausgerüstet und mit Zubehör für Treppensteigfähigkeit versehen, werden dann 20.000 US-Dollar (12.903 Euro) fällig.
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