Fullsound-Technik für MP3-Player
Philips Gogear SA5285BT im Test: MP3-Player mit Anspruch (Update)
MP3-Hardware
Um den Klang zu testen, habe ich alle Tracks in der bestmöglicher MP3-Qualität überspielt, also mit 320 Kilobit pro Sekunde. Nach wenigen Sekunden ist klar: Der neue Philips musiziert auf hohem Niveau. Egal, ob Coldplay, Culcha Candela, Grönemeyer oder Schubert, der Sound ist sehr ausgewogen, Instrumente klingen natürlich und sind deutlich ortbar. Der kräftige, aber nie aufdringliche Bass macht das Klangbild voluminös und weiträumig.
Zum guten Sound trägt auch der gute In-Ear-Kopfhörer bei, der Details sehr fein auflösend und transparent wiedergibt. Lobenswert, dass Philips dem Gerät keinen Billig-Hörer mitgegeben hat, sondern den hohen Anspruch durch einen In-Ear-Kopfhörer von der hochauflösenden Sorte unterstreicht. Übrigens bietet Philips für circa 100 Euro den In-Ear-Kopfhörer SHE9850, der noch mehr Transparenz und Details aus der Musik herausholt.
Klangoptimierung durch Fullsound-Technologie
Die neuen Player "bringen den Hi-Fi-Sound zurück", so lautet der Slogan der Werbung. Um dieses Versprechen einzulösen, haben die Philips-Ingenieure die Fullsound-Technologie entwickelt. Ein digitaler Signalprozessor (DSP) analysiert die Musik und "verbessert sie dynamisch", wie es in der Philips-Beschreibung heißt. Dabei werden die in der MP3-Komprimierung verloren gegangenen Signale in zehn Millionen Rechenschritten pro Sekunde rekonstruiert und dann in die Verstärkerelektronik eingespeist.
Das Ergebnis ist hörbar gut, im Fullsound-Modus spielt der Philips noch druckvoller und dynamischer, ohne dabei fett in den Bässen oder scharf in den Höhen zu werden. Der Klang ist sagenhaft voluminös, dabei transparent und ausgewogen. Musikalische Details kommen sehr klar und fein. Möglicherweise haben die Soundtüftler im Labor eine Prise Hall dazugegeben, was den Raumeindruck noch verbessert. Die können was, die Philips-Techniker.
Phase II: Gie ersten Bugs
Apropos Speicherplatz. Den Gogear gibt es mit vier und acht Gigabyte Speicher. Für Musikliebhaber wie mich, die erstens alle MP3-Tracks in optimaler 320-Kilobit-Qualität überspielen, zweitens einen ziemlich umfangreichen Geschmack haben und drittens die komplette Musikbibliothek immer am Mann haben wollen, sind selbst acht Gigabyte einfach zuwenig. Mindestens 16, besser 32 Gigabyte Speicher wären angesagt. Merke: Speicher kann man nie genug haben. Immerhin ergab eine Nachfrage beim Hersteller, dass eine 16-Gigabyte-Version für September geplant ist.
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