Die Rechnerkommunikation
Hintergrundwissen: TCP/IP - der virtuelle Handschlag
Internet & Netzwelt
TCP/IP arbeitet technisch so über einen Protokollstapel, der der Gesamtsumme aller OSI-Schicht-Protokolle, die für den Transport benötigt werden, entspricht. Bevor also Daten verschickt werden können, wird die Nachricht in viele kleinere Dateien zerkleinert, verpackt und mit eben dieser numerischen Adresse versehen. Es handelt sich also um eine Art virtuelles Postamt. Der Ursprungsrechner sendet nun einen Rundruf (ARP-Broadcast) an alle beteiligten und im selben Netzwerk verbundenen Rechner, die nach Daten horchen.
Erst wenn vom Bestimmungs-Rechner ein ARP-Reply empfangen wird, beide Rechner sich also authentifiziert haben, werden die Datenpakete ausgetauscht. Alle anderen Rechner im Netz wissen zwar, dass Daten ausgetauscht werden. Aber weil diese eben nicht für sie adressiert sind, hören sie automatisch weg. Im OSI ist das ein richtiger Fabrik-Ablauf, wie man ihn nur vom Fließband her kennt.
TCP/IP: Eine kleine Einführung
Alle Daten werden über ein identisches Netz übertragen, durchlaufen Stapel (Schichten) der jeweiligen Protokolle und jedes Paket besitzt beim Aussenden eine Steuerinformation, die nach Bearbeitung vom zugehörigen Protokoll auch wieder entfernt wird. Erst dann wird das Paket an das nächsthöhere Protokoll übergeben. Zum Schluss kann man beispielsweise das Bild, den Text oder auch den Film anschauen.
Nichts geht ohne TCP/IP
Theoretisch kann das TCP auch ohne IP funktionieren: Denn neben IP gibt es viele andere Netzwerk-Mechanismen, die Daten so an eine Adresse senden können, dass TCP auch weiterhin die richtige Reihenfolge der Daten prüfen und herstellen kann. Die Regel ist aber das Zusammenspiel mit IP. Ein anderes, aber löchriges Protokoll ist so etwa das UDP. Löchrig deswegen, weil es zwar auch mit IP arbeitet, doch werden bei deren Zusammenspiel die Daten nicht überprüft und bei Übertragungsfehlern auch nicht erneut gesendet - was das TCP auf jeden Fall tun würde.
Man kann also behaupten, dass in der heutigen Rechnerwelt ohne das TCP/IP nicht wirklich etwas funktionieren würde. Es sortiert, es liest und liefert Nachrichten, oder andere Daten, an den Empfänger. Dieser wird zum Glück nichts von den ganzen Arbeitsschritten in den einzelnen Schichten mitbekommen. Wenn man sich das Prozedere noch einmal vor Augen hält, also das Sortieren, Markieren, Verpacken, Versenden, Empfangen, Entpacken und das Auslesen, kann man darüber auch ganz froh sein.
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