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03.08.2008
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Von klangvollen Kaugummis und virtuellen Plattentellern

Skurriles Zubehör für Musiker: Gerade Töne schräg gebogen

Kurt Müller

Skurriles Zubehör für Musiker: Gerade Töne schräg gebogen

Heutzutage reicht es nicht mehr aus, ein Musikinstrument hervorragend zu spielen, um berühmt zu werden. Konnte ein Elvis Presley in den 1960er und 1970er Jahren noch einfach mit Holzfällerhemd bekleidet seine Hüften kreisen lassen, müssen mittlerweile schon Heerscharen von (Pyro-)Technikern und Lichtdesignern vorhanden sein, um für die notwendige Entertainment-Umrahmung im Show-Business sorgen zu können.

Dieser Tatsache können sich auch die Hersteller von Musikinstrumenten oder -hardware nicht verschließen. Immer neue Techniken und Konzepte werden der Szene vorgestellt und mit mehr oder weniger großem Erfolg dann von den Musikern oder Produzenten eingesetzt. Netzwelt hat sich ungewöhnliche Musikhardware näher angesehen.

Inhalt

  • Yamaha Tenori-On: Die Musikerleuchtung
  • Korg Mini Kaoss Pad: Manipulator für den MP3-Player
  • ATTIGO TT: Scratchen ohne Plattenteller
  • Bubblegum Sequencer: Süßer Sampling-Spaß

Yamaha Tenori-On: Die Musikerleuchtung

Designer-Werk, Lichtorgel oder Musikmacher? Mit dem Tenori-On betritt Yamaha jedenfalls neue Wege des Musik Sequenzers. Dieser besteht aus einem 3,2 Zentimeter dicken Magnesium-Gehäuse mit 20 x 20 Zentimetern und 16 x 16, also 256, Plastikknöpfen mit integrierten LED. Diese blinken in verschiedenen Farben und können mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden.



Verschiedenste Rhythmen oder Sounds lassen sich auf die LED horizontal oder vertikal verteilen. Dabei befinden sich die unterschiedlichen Klänge auf der Längsachse, wohingegen die Klangfarbe auf der Hochachse geregelt wird. Drückt der Nutzer zum Beispiel eine LED, die sich weit oben befindet, wird der Ton heller. Im Gegensatz dazu: Je weiter er nach unten geht, wird der Ton entsprechend tiefer.

Das Gerät wird üblicherweise in beiden Händen gehalten und mit den Daumen bedient. Somit lassen sich nahezu unbegrenzt beliebige Loops produzieren. Vor allem, weil der Speicher durch den Einsatz von SD-Speicherkarten noch vergrößert werden kann. Ebenso können Sounds oder Rhythmen von anderen Geräten per Midi-Interface eingespielt werden.


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