Warum Preise fallen und wann der optimale Kaufzeitpunkt erreicht ist
Preissturz: Diese Hardware wird immer günstiger
Jan Johannsen
Nicht nur wer regelmäßig einen Blick in die Werbeprospekte von großen Elektronikfachmärkten wie Saturn und Media Markt wirft, hat das berechtigte Gefühl, dass die dort angepriesenen Produkte immer billiger werden. Neben der Frage "Kaufen oder warten?" beschäftigt uns auch die Überlegung, wie es überhaupt zu dem teils enormen Preisverfall in kürzester Zeit kommt.
Inhalt
- Immer mehr für immer weniger
- So funktioniert der Kapitalismus
- Angebot und Nachfrage
- Jeder ist seines Glückes Schmied
- Kaufen oder warten?
Immer mehr für immer weniger
Trotz sinkender Preise verbessert sich die Ausstattung. Aktuell bekommt man bei einem großen Elektronikmarkt einen USB-Stick mit acht Gigabyte Speicherkapazität für 19,99 Euro. 2004 zahlte man für eine Ausführung mit einem Gigabyte noch stolze 80 Euro. Für ein externe 2,5-Zoll-Festplatte mit 160 Gigabyte Speicherkapazität verlangt der Fachhandel aktuell 49 Euro. Vor etwa einem Jahr bekam man für den doppelten Preis nur die Hälfte an Speicherplatz.
Aber nicht nur Speichermedien verzeichnen sinkende Preise. Sie sind in allen Technikbereichen zu beobachten, auch wenn sie nicht so stark abfallen wie aktuell bei den Speichermedien. Multifunktionsgeräte, die drucken, scannen und kopieren können, bekommt man bereits für 50 Euro. Laserdrucker, die schneller sind und weniger Druckkosten pro Seite verursachen als Tintenstrahldrucker, erhält man schon ab 80 Euro.
Bei Media- und MP3-Playern, wie dem iPod oder dem Zen von Creative bleiben die Preise vergleichsweise stabil. Dafür verbessert sich im Laufe der Zeit die Ausstattung. Der Zen V kostete während unseres Tests vor etwa zwei Jahren etwa 130 Euro und besaß eine Speicherkapazität von zwei Gigabyte. Heute bekommt man ihn mit acht Gigabyte Speicher bereits für weniger als 70 Euro. Tragbare DVD-Player mit integriertem DVB-T-Tuner sind heute bereits ab 130 Euro erhältlich.

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Der Zen V von Creative - früher 130 Euro für zwei Gigabyte, jetzt 70 Euro für acht Gigabyte.
Gleiches gilt zum Beispiel auch für Digitalkameras. Bei immer niedrigeren Preisen steigt bei neuen Kameras die Zahl der Megapixel, der Zoombereich wird erweitert und der Umfang der Features erhöht.
So funktioniert der Kapitalismus
Trotz aller Grundlagen von Adam Smith, Karl Marx oder John Maynard Keynes versuchen auch heute immer noch unzählige Wirtschaftswissenschaftler die Funktionsweisen von Märkten und des Kapitalismus zu beschreiben, zu verstehen und zu erklären. Auch mit der Preisbildung haben sie sich schon ausführlich beschäftigt.
Der Preis einer Ware ist von vielen Faktoren abhängig und jedes Produkt durchläuft einen Zyklus. Vom Verhältnis von Angebot und Nachfrage und deren Auswirkungen auf den Preis hat wahrscheinlich jeder schon einmal in der Schule gehört. Neuheiten sind sowohl selten als auch teuer und werden nur von wenigen Menschen gekauft. Im Normalfall möchte die Firma noch mehr von ihren Waren an weitere Käuferschichten absetzen. Um diese ärmeren Schichten zu erreichen, muss der Preis sinken.
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Viel Speicherplatz für wenig Geld
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