Internationaler Netzwelt.de-Leitfaden: Werkzeuge gegen die China-Firewall
China-Kracher: So lässt sich die Olympia-Zensur umgehen
Sicherheit
China-Kracher 1: Firewall mit Software umgehen
Ein gewisses Maß an Kontrolle erreicht die Regierung also, wenn sie mit erhobenem goldenen Schild das Internet selektiert. Doch wie auch die Mauer aus Stein ist die chinesische Firewall nicht unüberwindbar. Die IT-Welt bietet ausgezeichnete Handwerkszeuge an, um auch aus China heraus gesperrte Websites aufrufen zu können - ob nun als Olympia-Journalist oder normaler Tourist.
Der Königsweg ist sicherlich das TOR-Netzwerk. Hierbei wird ein Programm auf dem Computer installiert, welches sich mit einem Geflecht vieler weiterer Rechner verbindet - jedes System dient dabei als Knotenpunkt. Wird im Browser jetzt eine zensierte Website aufgerufen, verläuft der Verbindungsversuch nicht direkt dorthin, denn die Firewall würde den Zugriff blockieren.
Das TOR-Netzwerk sorgt dafür, dass die eigene Anfrage mehrmals über willkürlich gewählte Knotenpunkte umgeleitet wird. Die meisten dieser Knotenpunkte dürfte die chinesische Firewall nicht auf dem Schirm haben und die Kontaktaufnahme zulassen. Nach einigen Umleitungen tritt die Anfrage wieder aus dem Netzwerk aus und verbindet sich mit der tatsächlichen Website.
Zu dem Zeitpunkt hat die Anfrage die Firewall aber bereits hinter sich gelassen, für den Rückweg der Information zum eigenen Computer gilt dieselbe Regelung. Besonders im Mozilla Firefox lässt sich TOR sehr bequem bedienen, ein netzwelt-Tutorial klärt auf.
Speziell für Menschen in restriktiven Staaten wurde Psiphon entwickelt: Die Freeware wird nicht etwa auf dem Rechner installiert, der im zensierenden Staat dabei ist, sondern auf einem beliebigen Server außerhalb. Dieser fungiert nach der Installation als Psiphonode und leitet Anfragen an die gewünschte Stelle weiter. Der eigene Rechner, Psiphonite genannt, kontaktiert den Psiphonode über eine spezielle Internet-Adresse.
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