Internationaler Netzwelt.de-Leitfaden: Werkzeuge gegen die China-Firewall
China-Kracher: So lässt sich die Olympia-Zensur umgehen
Moritz Zielenkewitz
Ein herber Verlust für die Pressefreiheit: Auch Olympia-Journalisten in Peking dürfen kein ungefiltertes Internet nutzen. Die chinesische Firewall ist aber mehr Machtsymbol als wirkliches Hindernis: Kostenlose Programme und Online-Dienste öffnen dem zensurfreien Web Tür und Tor.
Inhalt
China-Cracker: Netzwelt.de IT Guide to Circumvent Olympic Games Censorship
Piratage en Chine : le guide informatique de Netzwelt.de pour contourner la censure des jeux olympiques
China pirata: Guía informática de Netzwelt.de-IT para evadir la censura de las olimpiadas- Die Ausgangslage
- Mit goldenem Schild voran
- China-Kracher 1: Firewall mit Software umgehen
- China-Kracher 2: Firewall ohne Software umgehen
- Auch wichtig: Telefonie und persönliche Daten sichern
Die Ausgangslage
Die Olympischen Spiele rücken näher und das Reich der Mitte macht, was es seit über 2000 Jahren praktiziert - Schotten dicht. Im digitalen Zeitalter heißt das: Internet cool down, unliebsame Web-Seiten werden von den Chinesen unzugänglich gemacht. Journalisten aus den USA, England, Frankreich oder Deutschland sind empört, Politiker ebenso. Denn freie Berichterstattung und Recherche ist so nicht mehr möglich.
Doch im Internet ist es wie einst in Troja: die Wahl der richtigen Mittel kann zum Sieg verhelfen. Damit die Presse- und Informationsfreiheit doch noch zum Zuge kommt, hat netzwelt für alle Journalisten einen viersprachigen IT-Leitfaden erstellt (englisch, deutsch, französisch). Dieser zeigt, wie die Internet-Zensur in China umgangen werden kann.
Das betrifft sowohl Journalisten, die bereits in China sind, als auch jene, die gerade dabei sind, ihre Koffer für die Olympia-Berichterstattung fürs Reich des roten Drachens zu packen. Dabei bietet der Netzwelt.de-Leitfaden mehr, als die generellen Empfehlungen für die Berichterstattung in diktatorischen Staaten, wie sie beispielsweise die Organisation "Reporter ohne Grenzen" ausspricht.

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Mit Logo, ohne freies Internet: Die Olympischen Spiele in Peking.
Mit goldenem Schild voran
In China wird das Internet seit gut zehn Jahren staatlich kontrolliert. 1998 wurde das Projekt "Goldener Schild" von den chinesischen Sicherheitsministerien initiiert. Letztlich handelt es sich um eine der weltweit größten staatlichen Internet-Firewalls. Nach Expertenschätzungen arbeiten mehrere Tausend Zensoren in China daran, dass die mehr als 200 Millionen surfenden Chinesen im Internet vor allem das sehen, was die Regierung gestattet. Dabei fährt der rote Drachen eine umfangreiche IT-Maßnahme:
- Statische Lösung: Unliebsame Websites werden über ihre IP-Adresse auf eine "Schwarze Liste" gesetzt. Eine Firewall blockiert für jeden Computer in China diese Seiten. Eine IP-Adresse ist eine Identifikations-Nummer für den Rechner im Internet.
- Filter-Lösung: Staatliche Zensoren installieren auf den zentralen chinesischen Servern Filter. Diese schließen nicht gewollte Internet-Adressen (URLs) aus, die Keywords enthalten, welche auf dem Index stehen. Das können Worte wie "blog", "feed" (Newsticker von Seiten), "Tibet" oder "Press Freedom" sein.
- Desweiteren betreibt China das so genannte DNS-Poisoning: Normalerweise sorgt ein spezieller Server dafür, dass über den eingegebenen Namen der Webseite, die man aufruft, auf die dazugehörige IP-Adresse, also die Erkennungsnummer des Computers, Rückschlüsse gezogen werden können. Dass beispielsweise aus www.google.de die IP 209.85.129.147 wird, liegt am Domain Name System, das als Datenbank auf den Servern liegt.
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Die Chinesen sind Jahrelang unterschätzt worden und das wird noch so weiter gehen
Die Veranwortlichen hätten sich vorher überlegen müssen wohin sie die Spiele geben. Denke es spielt wie immer das Geld eine große Rolle.
Jetzt soll man den Sport Sport sein lassen und gut ist !
China hat eine völlig andere Bevölkerungsstruktur, Größenordnung, Kulturgeschichte und politische Verantwortung als Deutschland. Und die Menschen haben völlig andere Wichtigkeiten!
Was in diesem und für dieses Land wichtig ist, können wir überhaupt nicht beurteilen, aber wir geben uns besserwisserisch und wollen die Chinesen bevormunden.
Wer die asiatische Mentalität kennt weiß, dass es das Schlimmste ist, das Gesicht zu verlieren. Somit sind diese öffentlichen Bevormundungen uneffizient bis kontraproduktiv.
Was wir können ist, diesen Ländern bei ihrem Weg in die Zukunft mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, mehr und mehr Kontakte zu knüpfen. Chinesen lernen schnell.
Und eins ist sicher; das Gros der Asiaten hat andere Wichtigkeiten als wir und hätte schon längst seine Regierung zum Teufel gejagt, wenn sie mit der Politik total unzufrieden wären.
Warum reißen wir die Klappe nicht bei den amerikanischen Menschenrechtsverletzungen auf?
Ein Land, das auf dem gleichen Entwicklungsstand ist, wie wir?
Wie viel Menschen wurden und werden dort nach dubiosen Prozessen bis heute noch hingerichtet, zum Teil, weil sie einfach zur falschen Zeit am falschen Ort waren? Haben wir die USA-Olympiade boykottiert?
Helmut Schmidt hat völlig Recht mit dem, was er bei Maischberger gesagt hat!Kein Land sollte sich in die Poltik eines anderen einmischen !
Er wirkt arrogant, weil er es sich gestattet, umsichtig zu denken, was in einer Zeit, wo sich die Masse in Deutschland das Sprechen ganzer Sätze abgewöhnt, eher ein Kompliment ist.
Zitat:
Warum reißen wir die Klappe nicht bei den amerikanischen Menschenrechtsverletzungen auf?
Ein Land, das auf dem gleichen Entwicklungsstand ist, wie wir?
Wie viel Menschen wurden und werden dort nach dubiosen Prozessen bis heute noch hingerichtet, zum Teil, weil sie einfach zur falschen Zeit am falschen Ort waren? Haben wir die USA-Olympiade boykottiert?
Helmut Schmidt hat völlig Recht mit dem, was er bei Maischberger gesagt hat!Kein Land sollte sich in die Poltik eines anderen einmischen !
Er wirkt arrogant, weil er es sich gestattet, umsichtig zu denken, was in einer Zeit, wo sich die Masse in Deutschland das Sprechen ganzer Sätze abgewöhnt, eher ein Kompliment ist.
Finde ich ganz gut zusammengefasst. Hatte einige Leute auch einmal gefragt, was uns annehmen lässt, dass wir die einzig-und-beste Art des Zusammenlebens führen... Und dann auch noch der Meinung sind diese Meinung in China, Afghanistan und sonstwo auf der Welt zu verbreiten. Das ist Arroganz, wie man es von Kolonialmächten kennt.
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