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29.07.2008
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Smarte Viren für Smartphones

Bei Anruf: Malware

Mehmet Toprak

Bei Anruf: Malware

Wenn demnächst das Handy klingelt und eine fiese Stimme "Gotcha!" ins Ohr krächzt, dann haben Sie zwei Dinge gelernt. Erstens: Es gibt immer mehr Handy-Viren. Zweitens: Die meisten sind momentan noch harmlos. Das ist, zusammengefasst, auch das Fazit einer Studie des Unternehmens Adaptive Mobile.

Allerdings schlagen die Analysten des Unternehmens, das Sicherheitslösungen für Mobilfunk-Provider anbietet, durchaus warnende Töne an. So sei die Zahl der Virenattacken aus dem Mobilfunknetz in den letzten zwölf Monaten rasant gestiegen. Als Beleg wird auf einen ungenannten Mobilfunk-Provider verwiesen, der vor einem Jahr noch 70.000 Angriffe pro Tag gezählt habe und jetzt bei 100.000 pro Tag angelangt ist. Waren vor Jahresfrist nur 0,5 Prozent aller Nachrichten vireninfiziert gewesen, so seien es jetzt schon sechs Prozent.

Besonders die zwei Schädlinge "CommWarrior" and "Beselo" machen sich in den Sicherheitsabteilungen der Mobilfunk-Anbieter unbeliebt. Während "CommWarrior" nur Nokia-Handys der Serie 60 angreift, kümmert sich "Beselo" vor allem um Smartphones mit dem Betriebssystem Symbian. Er verteilt sich via Bluetooth and MMS als Symbian-Installations-Datei. Beselo ist ein deutliches Zeichen, wohin der Trend geht - zu den persönlichen Daten, die Profi-Anwender auf ihrem Treo oder Blackberry gespeichert haben.

Die Studie empfiehlt deshalb vor allem Mobilfunk-Providern, ihre Sicherheitsmaßnahmen gegen Cyber-Attacken hochzufahren. Selbstredend hat Adaptive Mobile passende Lösungen parat, wie das Policy Control Framework, das laut Hersteller bereits von einigen Mobilfunkanbietern eingesetzt wird.

Nokia Communicator

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Der Vater aller Smartphones: Nokia E90 Communicator. Attraktives Ziel für Cyberkriminelle, die sich für die Business-Daten interessieren.

Handy-Viren machen Karriere

Vor einigen Jahren galten Handy-Viren noch als unmöglich, dann als harmloser Scherz. Erst seit zwei oder drei Jahren wird das Thema ernst genommen. Der Boom der Smartphones hat wesentlich dazu beigetragen. Denn auf den Mobiltelefonen für Geschäftsleute sind oft auch wichtige Daten wie Adressen oder persönliche Notizen gespeichert. Dafür interessieren sich die Cyber-Gangster. Nicht zuletzt deshalb greifen Security-Dienstleister und Antiviren-Hersteller das Thema Handy-Viren gerne auf. Um das Thema Handy-Viren entwickelt sich langsam eine Security-Industrie, zu der auch Unternehmen wie Adaptive Mobile zählen.

Zu übergroßer Nervosität besteht allerdings noch kein Anlass. Laut Trend Micro spielen "mobile Bedrohungen weiterhin eine untergeordnete Rolle". Was das Unternehmen allerdings nicht hindert, mit der Sicherheits-Software "Trend Micro Mobile Security" Kasse zu machen. Diese soll Handhelds vor Viren, SMS-Spam, Würmern, Spyware, Trojanern und so weiter schützen. Die Sicherheitsspezialisten hatten nach eigener Aussage im Januar Malware entdeckt, die als Multimedia-Datei getarnt war und dazu benutzt wurde, ältere Mobiltelefone von Nokia zu infizieren.


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News Flash, am 22.11.2008 16:29

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