Ein Bild hilft mehr als tausend Worte
PixelCryptor: Verschlüsselung ohne Passwort
Moritz Zielenkewitz
Persönliche Dokumente, geheime Videos oder belastende Fotos - wer diese Dateien vor den Blicken anderer schützen will, sollte sie verschlüsseln. Statt komplizierter und leicht zu vergessender Passwörter genügt dafür dank PixelCryptor schon ein einziges Bild. Die resultierende Verschlüsselung gilt als unknackbar.
Wer Dateien verschlüsseln will, etwa mit der beliebten Freeware TrueCrypt, erstellt ein Passwort und damit einen Schlüssel. Jede andere Person, die an die Daten gelangen möchte, benötigt diesen Schlüssel. Das Problem: Passwörter unter acht Zeichen gelten als in einem realistischen Zeitraum knackbar. Wirkliche Sicherheit entsteht nur mit einer komplexen und langen Zeichenfolge.
Da diese aber schwierig zu merken sind und auch nicht unauffällig per Mail ausgetauscht werden können, verfolgt PixelCryptor einen anderen Weg. Um die Verschlüsselung kümmert sich hier einzig und allein ein Bild, die Freeware errechnet daraus einen Schlüssel. Der Empfänger der verschlüsselten Dateien benötigt nur dieses Bild, das ganz öffentlich ausgetauscht werden kann.
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PixelCryptor verschlüsselt mit Bildern.
(Klick vergrößert.)
Ein Bild von der Lage verschaffen
Und diese Art der Verschlüsselung ist nicht nur komfortabel, sondern auch vielversprechend: Für jedes einzelne Pixel existieren theoretisch mehr als 16 Millionen mögliche Farbwerte, dazu kommt noch die schiere Anzahl der Pixel beispielsweise in Fotos und natürlich auch noch die Position. Die sich so ergebene Stärke der Verschlüsselung ist beeindruckend.
Ein Nachteil: Die Bild-Verschlüsselung von PixelCryptor wurde noch nicht intensiv auf Schwachstellen überprüft. Außerdem darf an dem Bild, das als Passwort genutzt wird, absolut nichts verändert werden - Größe, Format und Dateiname müssen zwingend gleich bleiben, ansonsten ist eine Entschlüsselung der Daten unmöglich.
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Und was hindert mich daran bei TrueCrypt (was schon oft getestet wurde und als sicher gilt) einfach ein so genantes Keyfile zu benutzen statt ein Passwort?
Mit TrueCrypt kann ich dann JEDE (!) beliebige Datei oder auch mehrere Dateien als "Schlüssel" verwenden...
Und wenn kein Passwort existiert kann ich auch keins vergessen, dann gilt nur noch genau wie bei "PixelCryptor": Man darf das/die Keyfile/s nicht mehr verändern.
Zitat:
hmmm, nichts? Darum geht es doch in dem Artikel, nur dass die Funktion an einem Bild erklärt wird.
Ich muss ehrlich sagen, ein sicheres Passwort (mind. zehn Zeichen, Groß- und Kleinschreibung plus Sonderzeichen und Zahlen) ist mir lieber als eine Datei zum Verschlüsseln.
Das seh ich eigentlich genauso... lieber Passwort als Keyfile für den eigenen Gebrauch.
Bei ner Datei ist mir das Risiko viel zu hoch, dass irgend ein Programm/Virus/etc oder Jemand (muss man ja nicht zwangsläufig selbst sein) was dran ändert und dann die Daten dank bombiger Verschlüsselung unrettbar verloren sind (abgesehen vom hoffentlich existierenden Backup, wo bei ich mich da auch immer frage: Was bringt es mir "geheime" Dateien zu verschlüsseln wenn im CD-Regal neben dem Rechner die Backup CD mit den unverschlüsselten Daten steht?)
Allerdings muss man zugeben, dass es unauffälliger ist eine Datei als Keyfile jemandem per Mail zuschicken als im das Passwort im Klartext zusenden.
Mann sollte aber beim austausch von verschlüsselten Dateien sowieso immer drauf achten beides (also Keyfile/Passwort und die verschlüsselte Datei) in 2 verschiedenen Mails... besser noch auf 2 verschiedene Arten (zB. eins per Mail das andere per InstantMessage oder über nen One-Klick-Hoster oder... irgendeine andere Art, gibt viele Möglichkeiten ;)) zu versenden.
Aber die Kritik bleibt:
Warum ein neues, möglicherweise nicht sicheres Tool vorstellen wenn es in TrueCrypt (bekannt, getestet, sicher, etc) quasi die selbe Funktion auch gibt (eigentlich ja noch besser, da man nicht nur auf Bild-Dateien beschränkt ist)?
Ok Konkurrenz belebt das Geschäft wie es so schön heißt, aber solange folgendes noch gilt : "Ein Nachteil: Die Bild-Verschlüsselung von PixelCryptor wurde noch nicht intensiv auf Schwachstellen überprüft." sollte man aufjedenfall auf das bewährte TrueCrypt (alternativ PGP, damit hab ich mich aber noch nicht auseinander gesetzt) verweisen.
Was der einzelne User dann nutzt ist seine Sache, aber zumindest ich würde, wenn ich auf der Suche wäre, dann etwas bewährtes nehmen was die gleiche Funktion (und noch mehr) bietet und allgemein auch als sehr sicher gilt.
In diesem Sinn: Allen noch ne Gute Nacht! Ist jetzt Zeit fürs Bett :winker:
Hast ja recht mit TrueCrypt aber auch vermeintlich schlechtere Software verdient es erwähnt zu werden wenn es irgendetwas besonderes kann. Sonst gäbe es immer nur eine Software über die jeder schreiben würde und der Rest bliebe unbekannt ;)
Gruß
Spooner
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