Wissenschaftlerin bringt Computer auf die emotionale Bahn
Verbale Kommunikation: Das "Du" für den Rechner
Markus Henkel
Nach dem Studium vorhandener Computerarchitekturen entwickelte sie eine allgemeine Rechner-Struktur, die jeden Rechner- und Menschentypen in die Lage versetzt, mit speziellen Werkzeugen Gefühle leicht und intuitiv zu erzeugen. Das gesamte System stützt sich auf emotionale, kognitive und Interpretationsmodelle, welche Gefühle und die damit verbundenen Gesichtsausdrücke übersetzen.
Bekannte Technik: Die Spracherkennung.
Auf den Alltag getrimmt: Die vier Module
Sobald die verschiedenen Gefühle erzeugt und aufgezeichnet sind, wird ein Zeichentrickfilm-Modul gestartet, das dem Avatar ermöglicht, jedes einzelne Gefühl zusammen mit seiner Intensität aufzuzeigen. Mit dem Ziel, ihre Studien auf einen echten Fall anzuwenden, sind ihre Systeme bereits auf den Alltag getrimmt. So handelt es sich dabei um vier Module mit unterschiedlichen Möglichkeiten:
- IGARTUBEITI:Dieses Modul besteht aus einer virtuellen Reise durch die Geschichte mittels digitaler Narration - eine Art virtueller Reiseführer
- AVACHAT: Hier kann der Nutzer sowohl textlich als auch per dreidimensionalen Avatar kommunizieren.
- SASTEC: Unterstützungsmechanismen arbeiten hier zusammen, um Benutzern mit kognitiven Körperbehinderungen zu helfen.
- ELEIN: Ein dreidimensionaler Agent, der die Fähigkeit besitzt, in Echtzeit zu sprechen und dabei ganze Inhalte beispielsweise Kursen zu vereinen.
Nichts Neues: Die emotionale Führung des Rechners
Nun sollen größere Prüfungen folgen, um eben die Alltagstauglichkeit der Avatare und Software zu prüfen. Die Wissenschaftler sind sich aber schon jetzt sicher, so der gemeinsame Konsens bei der Veröffentlichung der Ergebnisse, dass die emotionale Führung des Rechners die Zukunft ist. Und ganz so neu ist die Idee ja auch nicht: Entwickler des kalifornischen Komponenten-Herstellers OCZ haben etwa einen so genannten "Neural Impulse Actuator" (NIA) entwickelt.
Über Gehirnwellen soll es damit möglich sein, die Befehlskette mit Maus und Tastatur zu ergänzen - also wie die Wissenschaftlerin Nicolás es auch umsetzen möchte. Man darf gespannt sein, wann Rechner die Funktionen und Leistungen des Menschen übernehmen können. Frei nach der Idee des Science-Fiction-Films "Tron" aus dem Jahre 1982, in dem Steven Lisberger die Machtergreifung eines Superrechners beschreibt.
Weitere Artikel zum Thema
-
NIA von OCZ: Spiele per Gehirnwellen steuern
Zocken mit Köpfchen
-
Kurzfilm: Die Begrüßungs-Choreographie
In Pound sagen die Akteure ungewöhnlich "Hallo"
-
Schocker zu Halloween: Videos zum Fürchten
Von Geistern, Monstern und Angsthasen
Mehr über: Kommunikation, Computer, Wissenschaft, Software
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben








