Der Montagmorgen aus Sicht der netzwelt
Florian Silbereisen in High Definition
Mehmet Toprak
Nach diesem verwirrenden TV-Programm vom Samstagabend brauchen wir dringend wieder Klarheit. Die ARD brachte das "Sommerfest der Volksmusik" mit dem unvergleichlichen Florian Silbereisen, dann Alfred Hitchcocks "Psycho" mit Anthony Perkins, dann "Psycho 2" und dann "Psycho 3". Hauptdarsteller Anthony Perkins und Florian Silbereisen sind sich nicht so unähnlich. Beides eher schmächtige, nervöse Typen. Das bizarrste Duo in der Geschichte der Samstagabend-Unterhaltung. Man sollte gar nicht darüber nachdenken, sondern einfach nach vorne schauen - mit den netzwelt-News vom Montagmorgen.
Doch zuerst heißt es Abschied nehmen. Abschied von Windows for Workgroups 3.11. Das Betriebssystem ist zwar schon lange nicht mehr im Handel, wird aber wegen seiner niedrigen Systemanforderungen immer noch für embedded-Anwendungen lizenziert. Damit soll ab November 2008 Schluss sein. Das ergibt sich aus einer Blog-Meldung, die John Coyne, Mitarbeiter bei MSDN (Microsoft Developer Network) veröffentlicht hat. Das Ende der Ära von Windows 3.11.
Ein-Terabyte-Festplatte von Hitachi
An den Begriff Terabyte wird man sich langsam gewöhnen müssen. Kaum hatte Seagate eine Desktop-Festplatte mit 1,5 Terabyte vorgestellt, zieht Hitachi nach und präsentiert gleichfalls eine neue Festplatte. Die Deskstar 7K1000.B hat zwar eine Speicherkapazität von "nur" einem Terabyte, ist aber laut Hitachi die stromsparendste Ein-Terabyte-Platte mit 7.200 Umdrehungen pro Minute der Welt. Die mit drei Plattern ausgestattete Deskstar spart laut Hitachi gegenüber dem Vorgängermodell bis zu 43 Prozent Energie. Die Hitachi ist ideal für Anwender, die beispielsweise zehn Jahre lang alle Volksmusiksendungen von Florian Silbereisen Strom sparend aufzeichnen wollen, inklusive Psycho 1 bis 3.
Für Businessanwender bietet die Hitachi Deskstar 7K1000.B optional eine eingebaute Verschlüsselung. Die so genannte Bulk Data Encryption (BDE) verschlüsselt die Daten im laufenden Betrieb, wenn sie auf die Platte geschrieben werden. Beim Aufruf werden die Daten wieder entschlüsselt. Als Verschlüsselungsstandard dient Advanced Encryption Standard (AES) mit 256 Bit. Die hardwarebasierte Verschlüsselung gilt als nahezu unknackbar.
Daneben bringt Hitachi eine weitere neue Festplatte, die Deskstar E7K1000. Sie ist in erster Linie für Storage-Systeme in Unternehmen gedacht, wo es weniger auf schnellen Zugriff als auf lange Lebensdauer und absolute Zuverlässigkeit ankommt. Die Mean Time Between Failure (MTBF) liegt laut Hersteller bei 1,2 Millionen Stunden.
Internet 60-mal schneller
Einen Durchbruch in der Performance von Glasfaserleitungen hat die australische University of Sydney erzielt. Durch "Kratzer" in der Oberfläche der Glasfasern soll es möglich sein, Daten bis zu 60-mal schneller zu übertragen als bei herkömmlicher Glasfaser. Die "Kratzer" dienen als Informationsweichen, die innerhalb einer Pico-Sekunde umschalten, d.h. pro Sekunde eine Million Mal. Wenn die Technik noch weiter optimiert wird, könnten die Daten sogar bis zu 100-mal schneller durch die Leitung sausen, meint Professor Ben Eggleton von der Sidney-Universität. Sicher eine packende Vorstellung, Florian Silbereisens Volksmusik-Feste per IPTV in Echtzeit und in bester HD-Qualität empfangen zu können.

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Die Internet-Beschleuniger: Professor Ben Eggleton von der Universität Sidney und sein Team.
IBMs Supercomputer warnt vor Stürmen
Bis es soweit ist, wird die Rechenleistung aber wohl so stark angestiegen sein, dass wir vermutlich alle einen Rechner zu Hause stehen haben, der das Wetter für unseren eigenen Stadtteil eine Woche im Voraus berechnet. Im Moment können das nur Supercomputer. Einen solches Rechenungetüm hat IBM gerade für das US-Verteidigungsministerium gebaut. Der IBM-Supercomputer, ein Power 575 Hydro-Cluster steht in der ozeanografischen Abteilung (Naval Oceanographic Office, NAVO) und soll beispielsweise Wetterberichte und Sturmwarnungen für die Schifffahrt herausgeben. So können die US Flotte und kommerzielle Schiffe rechtzeitig vor herannahenden Stürmen gewarnt werden.

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Schnellster Supercomputer derzeit ist IBMs Roadrunner, der erste Petaflop-Rechner der Welt. Ein Bild des Power 575 Hydro-Cluster war zu Redaktionsschluss nicht verfügbar. Bild: IBM
Der Power 575 Hydro-Cluster arbeitet mit IBMs Power-6-Prozessoren und bewältigt 90 Teraflops (90 Billionen Floating-Point-Operationen pro Sekunde. Gekühlt wird der Rechner mit Wasser.
Eine temporeiche, aber entspannte KW 29 wünscht Ihnen die Redaktion netzwelt - die mit Volksmusik eher nicht so viel anfangen kann.
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Da kann man statt des Silberaffens auch einen Hundehaufen in HDTV zeigen, der Effekt ist der selbe.:jump:
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