Vielversprechendes Konzept durch breite Verfügbarkeit
Google Lively: 3D-Chat statt Second-Life-Imitat
Yasmin Kötter
Google hat einen neuen Dienst online geschaltet: Google Lively. Mit 3D-Avataren können Lively-Nutzer sich virtuell mit Freunden treffen und chatten. Kein brandneue Idee, aber ein Konzept, das schnell die Internetlandschaft erobern könnte.
Inhalt
- Google Lively: Kein zweites Second Life
- Spieltrieb: Räume einrichten und Avatare gestalten
- Google-Grundsatz: Lively überall verfügbar machen
- Systemvoraussetzungen: Bisher nur für Windows
Google Lively: Kein zweites Second Life
"Konkurrenz zu Second Life" ruft die Netzgemeinde. Doch Google Lively ist kein zweites Second Life. Statt eine gesamte, virtuelle Realität darzustellen, liefert Google nur kleine Bruchteile davon: einzelne 3D-Chaträume, die nicht miteinander verbunden sind. Die Nutzer laufen nicht umher, sondern loggen sich in abgegrenzte Räume ein, in denen sie sich mit anderen austauschen können. Google Lively ist also vielmehr ein Chat-Konstrukt als eine gesamte, zusammenhängende virtuelle Welt.
Spieltrieb: Räume einrichten und Avatare gestalten
Aus einem Katalog wählen Lively-Besucher als Grundlage für eigene Chats einen von derzeit knapp siebzig Räumen aus. Darunter Palmeninseln, Western-Farmen, Wohnungen mit Elefanten-Grundriss oder den Google-Hauptsitz. Mit über vierhundert Möbelstücken wie Betten, Teppichen, Lampen oder Deko lässt sich die Umgebung dem persönlichen Geschmack anpassen.
Individualität kann der Lively-Besucher auch mit seinem Avatar ausleben, dem virtuellen Ich. Im Moment stehen zehn unterschiedliche Avatar-Typen zur Auswahl, die verschiedene Gesten beherrschen. Passend zu den Charakteren bietet der Katalog weit über tausend Accessoires wie Schuhe, Frisuren und Kleidung. Im Gegensatz zu Second Life ist die Nutzung und die komplette Ausstattung übrigens kostenlos - zumindest jene, die bisher verfügbar ist.
Google Lively
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