Wie es funktioniert, wofür Sie es brauchen, welche Tools helfen
Verschlüsselung am PC: Nicht nur für Paranoide
Moritz Zielenkewitz
Das hat den klaren Nachteil, dass viele Personen und Instanzen beteiligt sind und vertrauenswürdig sein müssen. In einem Computer-Netzwerk darf also keiner der Knotenpunkte kompromittiert sein, damit die Sicherheit der Informationen gewährleistet ist.
Dem gegenüber steht die so genannte End-to-End-Verschlüsselung: Hier können nur Sender und Empfänger mit der Information etwas anfangen, weil sie sich auf eine Art der Verschlüsselung geeinigt haben. Alle zwischengeschalteten Teilnehmer leiten die Daten nur weiter, ohne sich der Inhalte bemächtigen zu können. Viele anonyme Netzwerke arbeiten auf diese Weise.
Verschlüsselungs-Geometrie
Das Kernelement der Verschlüsselung ist, wie der Name schon sagt, ein möglichst sicherer Schlüssel. In der IT-Welt ist dieser Schlüssel eine bestimmte Abfolge von Daten, mit deren Hilfe sich Informationen lesbar machen lassen - angegeben in bit.
Somit ist der Schlüssel oft auch der Schwachpunkt einer verschlüsselten Kommunikation und muss zuverlässig geschützt werden. Wie das zu bewerkstelligen ist, zeigen zwei gebräuchliche Methoden auf sehr unterschiedliche Weise - beide mit Erfolg.
Da wäre auf der einen Seite die symmetrische Verschlüsselung: Hierbei einigen sich beide Teilnehmer auf einen privaten Schlüssel, der sicher ausgetauscht und zwingend unter Verschluss gehalten werden muss. Wer den Schlüssel kennt, kann die Daten lesbar machen.
Auf der anderen Seite existiert die asymmetrische Verschlüsselung: Hier erzeugt jeder der beiden Teilnehmer ein Schlüsselpaar, bestehend aus öffentlichem und privatem Schlüssel. Der öffentliche Teil wird dem Gegenüber zugesendet und ist für jeden frei einsehbar, denn nur für sich kann er die Inhalte nicht im Klartext hervorbringen.
Der Sender nutzt den öffentlichen Schlüssel, welchen er vom Empfänger erhalten hat, zur Verschlüsselung. Das könnte jeder Nutzer machen, der über den öffentlichen Schlüssel verfügt. Aber nur mit dem dazu passenden privaten Teil des Schlüsselpaares lassen sich die Informationen auch wieder entschlüsseln. So entsteht die sichere Übertragung.
Wo verschlüsselt wird
Die asymmetrische Verschlüsselung bietet also den großen Vorteil, dass der Austausch der öffentlichen Schlüssel ohne Geheimniskrämerei über ein Netzwerk erfolgen kann - ganz im Gegenteil zum System der asymmetrischen Verschlüsselung. Der Nachteil folgt jedoch auf dem Fuß: Symmetrisch verschlüsselt es sich etwa 1000 Mal schneller.
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