Wie es funktioniert, wofür Sie es brauchen, welche Tools helfen
Verschlüsselung am PC: Nicht nur für Paranoide
Moritz Zielenkewitz
Wer seine Verbindungen und Dokumente auf dem Computer verschlüsselt, muss nichts Unrechtes im Schilde führen: Mit ein wenig Aufwand lässt sich die Sicherheit der Daten erhöhen und vor fremden Blicken schützen. Netzwelt zeigt, wie Verschlüsselung abläuft.
Inhalt
- Durchbruch dank Computer
- Unter Verschluss
- Verschlüsselungs-Geometrie
- Wo verschlüsselt wird
- Was verschlüsselt werden sollte
Durchbruch dank Computer
Schon die Griechen und Römer benutzten erste Methoden, um Briefe und Mitteilungen nur für Eingeweihte verständlich erscheinen zu lassen. Wirklich effektive Verschlüsselungen sind jedoch ein Kind des IT-Zeitalters, denn Computer nehmen hier eine Menge Arbeit ab.
Gleichzeitig sehen sich aber die Algorithmen auch einer stärkeren Gefahr ausgesetzt: Immer leistungsstärkere Rechner lösen durch schnelles Ausprobieren Verschlüsselungen, die zuvor noch als unknackbar galten. Quantencomputer könnten diese Entwicklung in Zukunft noch maximieren.
Diese Art von Angriff per Durchprobieren wird Brute Force genannt, also das Knacken einer Verschlüsselung durch pure (Rechen-)Kraft. Ein Lichtblick: Ist Brute Force das wirksamste Verfahren, gilt eine Verschlüsselung als zuverlässig. Oft stehen dann eher Passwörter oder gewählte Schlüssel im Schussfeld der Angriffe als der Verschlüsselungs-Algorithmus.
Unter Verschluss
Wer seine Daten verschlüsselt, will damit in erster Linie Vertraulichkeit erzeugen: Den wahren Inhalt soll nur ein enger und selbst bestimmbarer Personenkreis erfahren. Zudem sorgt Verschlüsselung für Integrität, indem die Inhalte nicht verändert werden können, ohne die Verschlüsselung zu lüften.
Dabei gibt es zwei grundsätzliche Verbreitungswege von verschlüsselten Daten: Bei einer etappenweisen Verschlüsselung muss jeder Teilnehmer, der Kontakt mit den Inhalten hat, diese entschlüsseln und vor der Weiterleitung wieder neu verschlüsseln.
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