Deutschland macht mobil
IDC-Studie: Notebooks, Notebooks überall Notebooks
Mehmet Toprak
Gute Nachrichten aus London. Dort haben die Marktforscher von IDC gerade einen Bericht zur Lage auf dem deutschen PC-Markt herausgegeben. Der deutsche PC-Markt hat im ersten Quartal 2008 die Erwartungen übertroffen und ist um satte 17,4 Prozent gewachsen. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten über 2,7 Millionen Rechner verkauft. Getragen wurde der steigende Absatz wieder mal von den starken Notebook-Verkäufen, die einen Zuwachs von 44,4 Prozent verzeichneten. Der Mobil-Trend hat offenbar den Verkauf von Desktop-PCs bei Heimanwendern und kleinen Unternehmen gebremst.
Der Trend zu Notebooks und ultraportablen Geräten wird das ganze Jahr 2008 anhalten, glaubt IDC. Besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen werden die Mobilrechner immer beliebter. Viele gehen offenbar sogar dazu über, alte Arbeitsplatzrechner gegen Notebooks auszutauschen. Auch die neuen Mobil-Plattformen wie Intels Montevina oder AMDs Puma, die in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen, dürften den Laptop-Hype weiter anheizen. Nicht zu vergessen die Mini-Notebooks wie etwa das Medion Akoya Mini, das der Discounter Aldi heute für 399 Euro anbietet.
Ergonomie-Experten sind skeptisch
Wer nun angesichts der allgemeinen Mobilmachung den Drang verspürt, einen Laptop auch stationär am Arbeitsplatz einzusetzen, sollte die Einwände von Ergonomie-Experten bedenken. Die kennen ein hässliches, aber wichtiges Wort: Bildschirmarbeitsverordnung. Denn in der Regel genügen Notebooks den Anforderungen der Bildschirmarbeitsverordnung nicht.
Ein Hauptproblem der Geräte ist die feste Verbindung von Bildschirm und Tastatur. Der Anwender kann zwar den Winkel des Displays ändern, nicht aber den Abstand zwischen Display und Tastatur. Außerdem sind viele Notebook-Tastaturen für Vielschreiber nicht so angenehm wie ausgewachsene Standard-Keyboards. In einem Papier des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik heißt es ganz unmissverständlich: "Tragbare Bildschirmgeräte, die nicht den ergonomischen Forderungen insbesondere bezüglich der Tastaturausführung, der Trennung von Tastatur und Bildschirm oder der Qualität der Zeichendarstellung erfüllen, sind für die dauernde Benutzung an einem festen Arbeitsplatz nicht geeignet."
Doch natürlich kann man sich behelfen. Einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Notebook-Ergonomie bietet die Seite Ergo online. Unter dem Titel: "Ergonomie am Arbeitsplatz" hat auch netzwelt einen Bericht dazu veröffentlicht. Anwender, die einen Mobilrechner stationär einsetzen, sollten externe Tastatur, Maus und Monitor anschließen. Dann ist alles wieder gut.
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