Kopierschutzfreie Musik und kostenlose Song-Streams
Rhapsody MP3-Store im Praxistest
Janko Röttgers
So bietet Rhapsody allen Ernstes um die 250 Audio-Interviews mit Musikern zum Kauf an. Zehn Dollar für ein Telefon-Interview mit Marilyn Manson? Bei solchen Preisen dürfte selbst hart gesottenen Fans des Schock-Rockers Angst und Bange werden.
Kaufen und Downloads
Der Kauf- und Download-Prozess erwies sich im Test als angenehm unaufregend. Rhapsody bietet einen Download-Manager für Mac und Windows an, mit dem gekaufte Songs auf die eigene Festplatte bugsiert und dann automatisch in die heimische iTunes-Bibliothek importiert werden können.
Alternativ ist es auch möglich, sich einfach den ganzen Einkauf in eine Zip-Datei einpacken zu lassen und diese dann per Browser runterzuladen – eine nette Möglichkeit für Nutzer, die sich nicht noch ein weiteres Programm installieren wollen, nur um ein paar Songs zu kaufen.
Fazit: Alles andere als spektakulär
Im Vergleich zu iTunes oder auch Amazons MP3-Store hat Rhapsody noch einigen Nachholbedarf. Das Angebot ist alles andere als einladend, und die verschiedenen Inkarnationen des Rhapsody-Dienstes verwirren selbst langjährige Nutzer. Rhapsodys Software bietet andere Features als Rhapsodys Web-Abo-Plattform, die wiederum zum Kauf zu Rhapsodys MP3-Store weiterleitet – wer soll sich da noch zurecht finden?
Die Idee, über Widgets wie iLike bei Facebook und Myspace kostenlos auf ganze Song-Streams zugreifen zu können ist dagegen nett. Rhapsodys strikte Begrenzung auf 25 Songs pro Monat könnte jedoch nach hinten losgehen. Wer wird sich schon lange durch Rhapsodys MP3-Store stöbern, wenn er sich die freien Songs viel lieber für Facebook aufsparen will?
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