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02.07.2008
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Slowakische Firma droht Kundendaten an Ermittler weiter zu geben

Fastload.tv: Filesharing-Anbieter versucht Kunden zu erpressen

Jan Johannsen

Fastload.tv: Filesharing-Anbieter versucht Kunden zu erpressen

Fastload.tv verlangt nicht nur eine monatliche Gebühr für die Nutzung seiner Download-Software, sondern versucht auch noch mit anderen Mitteln seinen Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Netzwelt hat Rechtsexperten dazu befragt.

Abo-Dienst mit neuer Einnahmequelle

Kunden, die sich bei fastload.tv angemeldet haben, bekommen seit über einem Jahr Schreiben des Betreibers Oxyron s.r.o aus der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Dabei spielt es scheinbar keine Rolle ob sie innerhalb des Testzeitraums gekündigt haben oder die monatliche Gebühr von 6,90 Euro für ein Jahr im Voraus gezahlt haben. Ein solcher Brief liegt netzwelt vor. In ihm heißt es unter der einschüchternd wirkenden Überschrift "Ermittlungsverfahren, Abmahnung / Unterlassung, Schadensersatz", dass dem Unternehmen eine "Ermittlungsanfrage der Generalstaatsanwaltsschaft" vorliege.

Schreiben von Oxyron / fastload.tv

  • Schreiben der Oxyron s.r.o.
  • Schreiben der Oxyron s.r.o.
  • Schreiben der Oxyron s.r.o.
  • Schreiben der Oxyron s.r.o.
Hier lesen Sie den Brief der Oxyron s.r.o. an einen Kunden.

Im folgenden teilt Oxyron/fastload.tv mit, dass nach ihrer Überprüfung die Vorwürfe korrekt seien und deswegen auch ein Verstoß gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorliege. Man sei der Firma gegenüber zu Schadensersatz verpflichtet. Zahle man nicht würden die angeblich vorhandenen anonymisierten Daten ohne Anonymisierung an die Staatsanwaltschaft herausgegeben werden. Vorher weist das Unternehmen aber noch auf das drohende Strafmaß hin.

In dem netzwelt vorliegenden Schreiben werden insgesamt 341,60 Euro für "Rechtsberatungskosten", "Übersetzungskosten" und Auslagen für Porto und Telekommunikation gefordert. Andere Verbraucher berichten von ähnlichen Summen. Zusätzlich solle der oder die Betroffene eine Unterlassungsverpflichtungserklärung unterschreiben.

Für Rechtsanwälte und Verbraucherschützer ein alter Bekannter

Der auf Medienrecht spezialisierte Hamburger Rechtsanwalt Dr. Alexander Wachs kennt die Anschreiben aus seiner Praxis und hält sie "bestenfalls für den Versuch auf den Abmahnzug aufzuspringen und mit der allgemeinen Sorge der Nutzer Geld zu verdienen." Seiner Meinung nach ist die Formulierung des Schreibens dabei an entscheidenden Stellen schwammig, etwa, wenn es auf Seite 1 heißt, "uns liegt eine Ermittlungsanfrage der Generalstaatsanwaltschaft vor, welches nach unserer Einschätzung von der GVU e.V.[..] initiiert wurde". "In der Strafanzeige wäre der Antragssteller eindeutig benannt, was einer Plausibilität des Schreibens widerspricht,", erklärt Rechtsanwalt Wachs.

Er erläutert weiter: "Meiner Meinung nach befinden wir uns hier im Bereich der versuchten Nötigung oder gar des versuchten Betrugs/Erpressung an den angeschriebenen Nutzern. Das Anschreiben der Nutzer durch Oxyron s.r.o mit dem Hinweis auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft könnte nach meiner Meinung in Deutschland sogar den Straftatbestand der (versuchten) Strafvereitelung erfüllen."

"Versuchte Nötigung, versuchter Betrug, versuchte Erpressung, versuchte Strafvereitelung"

Die Rechnung hält er ebenfalls für abenteuerlich: "Die Oxyron verlangt Rechtsberatungskosten zur Erlangung einer Akteneinsicht und Übersetzungskosten. Es ist nicht ersichtlich, in welche Akte Einsicht genommen worden sein soll. Die Höhe scheint ebenfalls vollkommen willkürlich gewählt. Die Übersetzungskosten sind auch völlig unklar. Sind mit Übersetzungskosten die Kosten für das Schreiben an die Nutzer gemeint? Falls ja, warum sollen dann jedes Mal die Übersetzungskosten anfallen. Mir liegen mehrere völlig identische Schreiben vor, hier wurden offensichtlich nur die Namen ausgetauscht."

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Hans Der Driver, am 01.07.2008 21:25

Das ist ja ein ziemlich "dicker Hund", kann mich noch erinnern, das es sogar user gab, die diese Firma empfohlen hatten.

Mein Vorschlag - auch wenn VS nicht so im derzeitigen Fokus steht, zumindest pinnen oder so - weil hier geben ja ausgewachsene RA´s ihre Tips und das könnte recht interessant werden, weil Weiterungen oder Nachahmer sind möglich

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schnippewippe, am 01.07.2008 21:33

Ja Spooner mach diese Seite oben bitte fest.

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Arthur Spooner, am 01.07.2008 22:07

Da war der Wolf schneller :D, Danke.

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hungriger-wolf, am 01.07.2008 22:24

Ist doch egal, wer von uns es festpinnt. Hauptsache, es ist festgepinnt.

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schnippewippe, am 01.07.2008 22:52

Spooner merkste was ? Der Wolf ist doch schon fast am verhungern. :(
Er bekommt doch im Verbraucherschutz kein Fressen mehr. :mad:

Hallo Wolf :D Das von Spooner war wohl mehr für mich gedacht.
Hatte ihn gebeten es zu machen.

So nun bekommt ihr eben BEIDE ein Danke. :D

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brixmaster, am 02.07.2008 18:09

Leute die in Foren berichten, das sie Besuch von der Polizei/ Hausdurchsuchung / Strafanzeige bekommen haben, sind wohl Schreiberlinge dieser Firma um den Usern Angst zu machen.

Und der Geschäftsführer aus Aachen.....aaachh war da nicht mal was mit Centurionet.de .:eek:

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hungriger-wolf, am 02.07.2008 20:51

Bitte vorsichtig sein! Wir wollen hier weder Diskussion über die Erfahrungen in anderen Foren bzw. über die Erfahrungen in unserem eigenen Forum auslösen, was diese angeblichen Hausdurchsuchungen/Anzeigen/etc. angeht noch wollen wir irgendeine Diskussion über die Anbieter im Allgemeinen und die Anbieter im Speziellen vom Zaun treten!

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sn00py603, am 03.07.2008 08:53

Hochinteressant was ich hier ganz oben zu lesen bekommen habe. Das sind ja ganz miese Tricks. Hoffentlich kann denen das Handwerk gelegt werden.

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grunzer, am 03.07.2008 12:54

Hi,

Habt Ihr nach diesem Artikel auf Heise einen Nutzeransturm bemerkt?
http://www.heise.de/newsticker/Tauschboersen-Anbieter-zockt-Nutzer-ab--/meldung/110336

Mich würde es interessieren, da oft nach einem Heiseartikel die genannten Websites erst mal "geheist" (also überlastet) sind...

Hoffentlich kommen nicht ein paar SvenUwes von Heise hier rüber ;)

Grüße Grunzer

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hungriger-wolf, am 03.07.2008 12:57

Schau doch mal, was nur ein paar Beiträge über deinem steht. Zum besseren Verständnis habe ich die wesentliche Stelle markiert.

Zitat:

Bitte vorsichtig sein! Wir wollen hier weder Diskussion über die Erfahrungen in anderen Foren bzw. über die Erfahrungen in unserem eigenen Forum auslösen, was diese angeblichen Hausdurchsuchungen/Anzeigen/etc. angeht noch wollen wir irgendeine Diskussion über die Anbieter im Allgemeinen und die Anbieter im Speziellen vom Zaun treten!

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grunzer, am 03.07.2008 16:48

??
So war meine Frage nicht gemeint!

Ich wollte nur wissen, ob Ihr den Ansturm der Heisenutzer hier auf der netzwelt gemerkt habt nachdem dort auf den Artikel verwiesen haben.

Der Hintergrund war, daß ich schon öfters einen Artikel auf Heise gelsen habe, der auf irgendeine Seite verweist diese dann aber offline war (manchmal für Tage), da der Ansturm nicht verkraftet wurde.
Hier habe ich nichts bemerkt -nicht mal eine Verlangsamung- was mich etwas gewundert hat!

Grüße Grunzer

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Bananenhaupt, am 03.07.2008 17:06

Hi Grunzer,

na ja, einen richtigen Ansturm bezüglich dieses Artikels haben wir nicht bemerkt. Und selbst wenn - die netzwelt kann so einiges mehr abhaben als ein kleineres Blog. Von mir aus können ruhig immer mehr Leute kommen ;-)

Grüße aus der Redaktion

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