Konkurrenz für Blackberry und Co.
Nokia E71 und E66: Smartphones mit Doppelleben
Mehmet Toprak
Edelstahlgehäuse, eingebauter E-Mail-Client sowie schnelle Internetanbindung via UMTS oder HSDPA - das sind nur einige der Features, die Nokias neue Smartphones E71 und E66 auszeichnen.
Das nur zehn Millimeter dicke E71 erinnert mit der offenliegenden QWERTZ-Tastatur an die Blackberrys von Research in Motion (RIM). Beim eleganten E66 hingegen verbergen sich die Tasten hinter einem Schiebemechanismus. Der Clou: Ähnlich wie beim iPhone richtet sich die Display-Anzeige automatisch neu aus, wenn der Nutzer das Gerät dreht.
Die weitere technische Ausstattung ist bei beiden Geräten gleich. Die neuen Nokias bieten zwei unterschiedliche Anzeigemodi, einen fürs Business, einen fürs Privatleben. Per Tastendruck wechselt der Anwender zwischen Business- und Privat-Modus. Praktisch ist, dass Kalender und Adressbuch mit einem Tastendruck zugänglich sind.

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Das Nokia E71 mit der offenen Tastatur ist für Anwender gedacht, die unterwegs häufig Mails schreiben.
Daneben bieten die Geräte Nokias Intellisync Wireless Mail-Lösung und unterstützen E-Mail-Lösungen von Drittanbietern wie System Seven und Visto Mobile. Der E-Mail-Client Exchange ist vorinstalliert. Mailanhänge lädt der User direkt auf das Gerät herunter. Der Internetzugriff erfolgt über HSDPA, UMTS oder WLAN. Außerdem beherrschen die Geräte GPS für Navigationsfunktionen.

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Die Tastatur des Nokia E66 ist durch den Schiebemechanismus geschützt.
Daten löschen per SMS
Darüber hinaus hat Nokia den Blackberry-Konkurrenten einige Sicherheitsfunktionen spendiert, die besonders für mobile Geschäftsleute nützlich sind: eine Verschlüsselungsfunktion für den internen Speicher und die Speicherkarten sowie Unterstützung für VPN (virtuelles privates Netz). So kann der Nutzer unterwegs aufs Firmennetzwerk zugreifen. Beruhigend für vergessliche Nutzer: Sollte das Smartphone verloren gehen, kann man es per SMS sperren. Der Anwender kann damit sogar die Daten auf dem Nokia löschen.
Für Unterhaltung ist bei den Nokia-Smartphones ebenfalls gesorgt. Die Geräte bieten einen Musikplayer und nehmen Speicherkarten bis zu acht Gigabyte auf. Die eingebaute Digicam hat den klassenüblichen 3,2-Megapixel-Sensor. Die neuen Nokias sollen ohne Mobilfunkvertrag circa 350 Euro kosten und ab Juli erhältlich sein.
Gleichzeitig stellt der finnische Mobilfunkspezialist diverses Zubehör vor: Das Car Kit CK-100 unterstützt Nokia Talk Sprachführung und kommt mit einer Fernbedienung zur Anrufsteuerung. Das CK-600 bietet ein Farbdisplay dazu. Wer dann noch Geld übrig hat, kauft sich das Bluetooth-Headset BH-212 oder einen Gerätehalter, den CR-106 fürs E71 oder CR-105 fürs E66.
Nokia ist der größte Mobiltelefonhersteller der Welt. Bei Smartphones hat der finnische Hersteller laut Gartner einen Marktanteil von weltweit mehr als 45 Prozent. Dahinter liegt Blackberry-Hersteller Research in Motion mit über 13 Prozent. Eine interessante Alternative zu den Nokia-Geräten ist das HTC Touch Pro, das Schiebemechanismus und eine vollwertige QWERTZ-Tastatur miteinander verbindet und im Spätsommer in den Handel kommen soll.
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