Malware leitet Datenverkehr über Betrüger-Server um
Zlob: Trojaner tarnt sich als Codec, kapert WLAN-Router (Update)
Moritz Zielenkewitz
Mittlerweile scheint festzustehen, dass Zlob die Setup-Wizards der Router-Software manipuliert, bestätigte Ziele sind die Dateien /index.asp, /dlink/hwiz.html (Bei D-Link-Routern), wizard.htm und /home.asp. Ist die DNS-Umleitung auf die Betrüger-Server erst einmal aktiv, muss mit weiteren Angriffen auf das Netzwerk gerechnet werden.
Vorsicht und Umsicht
Der beste Schutz gegen den Zlob-Trojaner ist - neben einem ständig aktualisierten Virenscanner - eine möglichst starke Kombination aus Benutzername und Passwort. Hier sollten möglichst lange, mit Ziffern und Sonderzeichen durchsetzte Wörter verwendet werden, damit Zlob sich die Zähne ausbeißt.

![]()
![]()
Obacht: Liste von Websites mit Fake-Codecs.
(RBNexploit.blogspot.com, Klick vergrößert.)
Wurde das System bereits infiziert, genügt es nicht, den Trojaner einfach zu entfernen - denn die Umleitung des Traffics ist immer noch aktiv. Sobald Zlob gelöscht wurde, sollte der Nutzer einen Reset des Routers durchführen, um diesen wieder auf Werkseinstellungen zu setzen. So macht der Router die DNS-Manipulation rückgängig.
Wichtig: Senden mehrere Computer Daten über den Router, muss auch bei jedem dieser Systeme der Trojaner entfernt werden. Bereits ein unentdeckter Zlob würde ausreichen, um direkt wieder die Konfiguration zu ändern - zumal direkt nach dem Reset auch Benutzername und Passwort standardmäßig wieder zurückgesetzt wurden.
Update - Avira: "Keine Gefahr für deutsche Router"
Alexander Vukcevic, Virenanalyst bei Avira, kann für die meisten deutschen User eine Entwarnung aussprechen: "Betroffen sind keine in Deutschland gängigen Router, sondern nur bestimmte Produkte, welche die Open-Source-Firmware DD-WRT nutzen."
Zudem sei laut Vukcevic der Zlob-Trojaner ein alter Hase auf dem Virenfeld und existiere in Tausenden verschiedener Varianten. Dank dieser Bekanntheit sei demnach die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass auch diese neue Variante von den Virenscannern erkannt und zuverlässig entfernt werde.
Weitere Artikel zum Thema
-
VoIP-Telefonate: Landgericht verbietet Überwachung
Heimlich installierter Trojaner unzulässig
-
AntiVir: Angeblicher Trojaner TR/WLHack.A ist Fehlalarm
False Positive in der Winlogon.exe des Windows-Ordners
-
Avira: AntiVir 8 steht in den Startlöchern (Update: Download...
Keine Chance für Computerviren & Co
Links zum Artikel
Mehr über: WLAN, Sicherheit, Virenschutz, Internet
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben








