Ergänzung des bisherigen Download-Angebots
Amazon: Internethändler plant Videostreaming-Dienst
Jan Johannsen
Der Onlinehändler Amazon plant Videos auf Abruf zu verkaufen. Dies verriet Firmenchef Jeff Bezos auf der Konferenz "All Things Digital" des Wall Street Journal im kalifornischen Carlsbad.
Auf der Konferenz sprach der bekannte Technikjournalist Walt Mossberg mit dem Amazon-Chef. Das Gespräch drehte sich zunächst vor allem um Amazons E-Book-Reader Kindle. Verkaufszahlen wollte Bezos nicht verraten, stellte aber in Aussicht, das Gerät um weitere Fähigkeiten neben der Wiedergabe von elektronischen Büchern zu ergänzen.
Auch die Download-Angebote von Amazon waren Thema. In den USA bietet der Versandhändler schon seit längerem Musik im MP3-Format ohne Kopierschutz an. Bezos nannte das Geschäftsfeld der Downloads einen hart umkämpften Bereich, in den seine Firma Neuerungen einführen werde. In den nächsten Wochen werde ein kostenpflichtiger Videostreaming-Dienst starten.

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Walt Mossberg vom Wall Street Journal im Gespräch mit Amazon-Chef Jeff Bezos. (Quelle: Asa Mathat/allthingsd.com)
Trotz dieser Erweiterung des eigenen Angebotes sieht Bezos die Dominanz von Apples iTunes Store im Download-Bereich in nächster Zeit nicht gefährdet. Weitere Information über Umfang, Preise, Formate oder einen genauen Starttermin blieb Bezos schuldig. Wahrscheinlich wird der Dienst zuerst in den USA mit Filmen, Fernsehserien und Videos starten.
Deutsche Kunden werden sich in Geduld üben müssen. Amazon.de bietet auch ein halbes Jahr nach dem Start in den USA noch keine MP3-Dateien zum Download an. Bereits seit dem Frühjahr 2007 können Kunden in den USA bereits über den Film-Download-Store namens Amazon Unbox Filme und Fernsehserien herunterladen. Besitzer eines digitalen Videorecorders von Tivo können die Filme auch direkt auf das Gerät herunterladen.
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