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09.05.2008
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Ein subjektiver Hörtest führt zum teuersten Equipment

Eine kleine Reise des Klangs: Von MP3 bis High Fidelity

Home Entertainment

Der Player steckt in der Station, diese nimmt das Musiksignal ab und gibt es weiter an Verstärker und Lautsprecher. So wird das Klangpotential der MP3-Musik voll ausgeschöpft, da nicht mehr die winzigen Digital-Analog-Wandler und Ohrstöpsel für die Reproduktion der Musik zuständig sind, sondern ausgewachsene Verstärker und richtige Lautsprecher diese Aufgabe übernehmen.

Die Spitze der Klangkultur

Einen radikalen Weg geht die US-amerikanische Firma Wadia mit dem iTransport. Das Digital-Dock für den iPod-Classic nimmt das Signal digital ab, und umgeht dabei die analoge Ausgangsstufe des iPod-Classic. Außerdem passen mehr als 300 CDs auf die 160-Gigabyte-Platte des iPod. Somit kann man getrost auf die klangschädigende MP3-Komprimierung verzichten. Laut Test der Hi-Fi-Zeitschrift Audio ist das Ergebnis ziemlich beeindruckend. Dabei ist der iTransport nicht exorbitant teuer. Für 390 Euro bekommt man ein schönes Stück-Hi-Fi-Technik und profiliert sich im Freundeskreis als überlegener Kenner.

iTransport

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Der iTransport von Wadia ist eine hochwertige Docking-Station für den iPod Classic. (Bild: Wadia)

Abgesehen vom Klanggewinn haben all diese Docking-Stations einen großen Vorteil. Sie sind die eleganteste Methode, eine riesige Musiksammlung auf der Größe einer Zigarettenschachtel unterzubringen und das lästige Wechseln der CDs überflüssig zu machen. Die sperrige CD-Sammlung kann man dann eigentlich in den Keller verfrachten. Na ja, ganz schlaue Zeitgenossen ziehen sich noch schnell ein Backup der iPod-Musikdaten auf eine Festplatte.

iPod-Docking-Station aus Kunstkoralle

Richtig highendig wird es bei der Tonbasis iCoral von Copulare. Allgemein sind Tonbasen häufig mit Bleikügelchen oder Quarzsand gefüllt. Sie dienen dazu, Erschütterungen wie etwa Trittschall vom Abspielgerät fernzuhalten und dessen Eigenresonanzen zu dämpfen. Den Klanggewinn, den diese Vorrichtungen aus Verstärkern, CD-Playern oder Boxen zaubern, finden viele Hi-Fi-Musikliebhaber verblüffend, Hi-Fi-Skeptiker haben dagegen nur ein einziges Wort dafür übrig: Voodoo. Vor allem dann, wenn die Dinger einige hundert Euro kosten. Satte 2.500 Euro kostet die dreibeinige Docking-Station iCoral der Firma Copulare. Die wohl erste, sicher aber teuerste Tonbasis für Apples iPod.

Copulare iCoral

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Die Tonbasis iCoral aus dem Werkstoff Kunstkoralle soll Schwingungen dämpfen und so den Klang optimieren. (Bild: Copulare)

Günstiger als ein Kleinwagen

Das Signal aus dem iPod wird über Reinsilber-Leitungen an den Verstärker weitergegeben. Die Entwickler haben für die iCoral einen neuen Werkstoff entwickelt. Die Kunstkoralle ist ein Wabengeflecht, das bei 1.300 Grad aushärtet und sehr leicht und gleichzeitig extrem stabil sein soll. Damit bietet es "perfekte schwingungsdämpfende Eigenschaften".

Wem das nicht genügt, der kann sich eine zweite dreibeinige Tonbasis "plus zweiter Kunstkorallen-Tragfläche, inklusive zweier Mono-Endstufen" dazukaufen. Das macht dann insgesamt 8.400 Euro. Große Erleichterung, nicht nur in der Brieftasche. Jetzt endlich hat der 250 Euro teure Apple-Spieler ein klanglich optimales Umfeld gefunden. Zugegeben, klingt nach Wahnsinn und Schnickschnack für Reiche, aber andererseits: Für das Geld bekommt man ein aufregendes Produkt, das viele Jahre Freude macht, völlig klimaneutral ist und noch dazu weniger kostet als ein langweiliger Kleinwagen.

Autor/in: (mt)


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