Drastische Plakataktion der Business Software Alliance
Das Netz zieht sich zu: Softwareindustrie gegen Raubkopierer
Mehmet Toprak
Privatleute müssen allerdings nicht befürchten, dass die BSA sie beim Staatsanwalt anschwärzt. Um die Privatanwender kümmert sich eine andere Organisation, die GVU. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen hat erst vor wenigen Tagen öffentlich gegen die Online-Verbreitung von Raubkopien und illegalen Downloads gewettert.
Um diesen Downloadern im Web das Handwerk zu legen, fordern die Interessenverbände der Rechteinhaber wie Gema, Bundesverband der Musikindustrie oder auch die Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen eine technische Lösung. Wie diese aussehen könnte, sagen sie nicht, es dürfte aber auch darum gehen, die IP-Adressen der Verdächtigen zu ermitteln. Dann sollte der Internetprovider einen Warnhinweis versenden und im Wiederholungsfall sogar den Vertrag kündigen.
Auch in der Politik ist das Thema längst angekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich jetzt in ihrem wöchentlichen Video-Podcast dazu geäußert. "Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt", erklärte die Bundeskanzlerin im roten Blazer vor einer Bücherwand stehend.

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Chefsache: Merkels Video-Podcast zum geistigen Eigentum.
(Klick vergrößert.)
Schon am 11. April hatte der Bundestag eine EU-Richtlinie umgesetzt, die die Durchsetzung von Rechten geistigen Eigentums verbessern soll. Künftig kann ein Kläger beispielsweise auch vom Internet Provider Auskünfte über Downloader verlangen. Damit sollen die Inhaber von Urheberrechten Fälschern oder Raubkopierern schneller auf die Schliche kommen können. Außerdem bringt das Gesetz ein vereinfachtes Verfahren zur Vernichtung von Piraterieware. Das soll verhindern, dass diese überhaupt in die EU eingeführt wird.
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