DSLR-Einsteigermodell für ambitionierte Hobbyfotografen
Perfekte Bilder: Canon EOS 450D im Test
Jan Johannsen
Das im Set mitgelieferte Objektiv mit einer Brennweite von 18 bis 55 Millimetern ist ebenso schnell und einfach am Kameragehäuse angebracht wie der Trageriemen, der vor allem bei längeren Touren den Transport der Kamera sehr angenehm macht. Bis auf den Menü- und den Display-Knopf sind sämtliche Bedienelemente auf die rechte Seite der Kamera gewandert. Geübte Finger können also beim Fotografieren mit einer Hand alle wichtigen Einstellungen an der Kamera vornehmen. So kann die zweite Hand bequem am Objektiv bleiben.
Für jede Hand die passende Kamera
Für normalgroße Hände könnte das Gehäuse noch einen Zentimeter tiefer sein, damit die Kamera von allen fünf und nicht nur von vier Fingern gehalten wird. Hat man erst einmal begonnen, Fotos zu machen, stört das aber weniger. Mit dem Wahlrad kann zwischen den schon von Canon bekannten zwölf Aufnahmemodi gewählt werden. Sie reichen von der manuellen Steuerung über eine Vollautomatik bis zur Voreinstellungen, die passend für Porträts am Tage und in der Nacht sowie Sport, Nah- und Landschaftsaufnahmen sein sollen.
Die EOS 450D ist nach dem Einschalten oder nach Beendigung des Stand-By-Modus sehr schnell einsatzbereit. Mit aufgeladenem Akku ist sogar der interne Blitz sofort verfügbar und liefert Licht, falls es zu dunkel ist. Mit dem Geräusch des aufklappenden Blitzes und des sich fokussierenden Objektivs ist es aber unmöglich, jemand zu überraschen - Paparazzo sollten nach einer anderen Kamera Ausschau halten.
Canon EOS 450D
Viele Fotos der Canon EOS 450D finden Sie in dieser MediengalerieEine Speicherkarte für jede Kamera
Die EOS 450D ist die erste digitale Spiegelreflexkamera von Canon, die keine CompactFlash-Speicherkarten verwendet, sondern nur Platz für SD-Speicherkarten bietet. Auf ihnen werden die Fotos wahlweise im JPEG- oder RAW-Format gespeichert.
Im Body der Kamera steckt ein CMOS-Bildsensor mit einer Auflösung von 12,2 Megapixeln. Für die Bildverarbeitung ist ein DIGIC III-Prozessor zuständig, der erstmals in der Profikamera EOS 1D Mark III verbaut wurde. Er erreicht eine Farbtiefe pro Kanal von 14 Bit bei der Bildsignalverarbeitung. Laut Hersteller sind mit der 450D 53 Serienbilder (3,5 pro Sekunde) in Folge möglich. Die wirklich erreichte Zahl hängt von vielen Faktoren ab: ISO-Werte, Motiv, eingestellten Individualfunktionen, Schreibgeschwindigkeit und Kapazität der Speicherkarte. Im netzwelt-Test waren es mit einer langsamen Speicherkarte nur 22, aber auch das sollte für die meisten Anlässe vollends genügen.
Ein Objektiv für jede Gelegenheit
Neben über 60 EF/EF-S-Objektiven von Canon passen in den Objektivanschluss auch Modelle von Drittherstellern. Das in unserem Test-Kit befindliche 18- bis 55-Millimeter-Objektiv ist mit einem Bildstabilisator ausgerüstet, der auch bei längeren Belichtungszeiten für scharfe Bilder sorgt. Die Kamera ist nicht mit einem Stabilisator ausgestattet, er befindet sich direkt im Objektiv. Wird ein Objektiv ohne Bildstabilisator verwendet, stehen die positiven Effekte somit nicht zur Verfügung.
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