Online-Musikshop der ehemaligen Filesharing-Hochburg
Limewire: Music Store verkauft MP3s ohne DRM
Moritz Zielenkewitz
Limewire hat die offene Betaphase des Online-Shops Music Store gestartet und bietet etwa 500.000 MP3s ohne DRM mit einer Kompressionsrate von 256 Kilobit pro Sekunde an. Die vier Major Labels fehlen allerdings - wohl wegen des berüchtigten firmeneigenen P2P-Clients.
Limewire ist in erster Linie für den P2P-Client auf Gnutella-Basis bekannt: Analysen zufolge hatte fast jeder fünfte Internet-Nutzer die Freeware schon einmal auf dem Computer. Jetzt will die Firma ein zweites, legales Standbein aufstellen: Der Limewire Musice Store lädt zum offenen Betatest ein.
Finanzen und Fakten
Die knapp 500.000 zum Download bereit stehenden MP3s bietet Limewire in 256 Kilobit pro Sekunde und ohne DRM an. Damit platziert sich der Music Store nicht gegen iTunes oder Amazon MP3, sondern konkurriert mit kleineren Shops. Noch gibt es die Plattform nur im Netz, eine Integration in den P2P-Client hat Limewire erst einmal vertagt.

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Preismodelle: Limewire Music Store.
(Quelle: arstechnica.com, Klick vergrößert.)
Der Käufer hat vier Zahlungsarten zur Auswahl, die er jederzeit wechseln kann. Einfache Einzelkäufe kosten 99 Cent pro Lied, zusätzlich gibt es drei Credit-Modelle: Silver bietet 25 Songs für 9,99 Dollar (also 40 Cent pro MP3), Gold 50 für 14,99 (30 Cent pro MP3) und Platinum schließlich kostet für 75 Musikstücke 19,99 Dollar (27 Cent pro MP3) - jeweils als monatliche Pauschale.
Limewire steht sich selbst im Weg
Interessenten können den seit August 2007 angekündigten Limewire Music Store selber testen. Prognosen zum langfristigen Erfolg sind indes eher skeptisch: Der Musik-Shop hat keines der Major-Labels unter Vertrag und wird sich auf diesem Terrain auch in Zukunft schwer tun - der berüchtigte P2P-Client ist hier ein Dorn im Auge. Und für ein reines Indie-Angebot fehlt es zum jetzigen Zeitpunkt noch an innovativen Ideen.
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