Ditigale Spiegelreflex mit Vorschaumonitor
CeBIT 2008: Handliche Spiegelreflex E-420 von Olympus
Jan Johannsen
Auf der CeBIT hat Olympus mit der E-420 die nach eigenen Angaben kompakteste digitale Spiegelreflexkamera der Welt vorgestellt. Das Gehäuse mißt 129,5 x 91 x 53 Millimeter und wiegt 380 Gramm. Besonders interssant ist die Live-View-Funktion. Mit ihr kann das Motiv nun auch bei Spiegelreflexkameras über das Display ausgewählt werden.
In dem glasfaserverstärkten Kunststoffgehäuse steckt ein Zehn-Megapixel-Chip. Das reicht problemlos für Abzüge in Postergröße. Die Fotos werden entweder im JPEG-Format oder im speicherintensiven RAW-Format aufgenommen. Die Lichtempfindlichkeit reicht von 100 bis 1600 ISO. Sollte es doch zu dunkel werden, verfügt die E-420 über einen eingebauten Blitz. Sie ist ebenfalls in der Lage externe Blitze drahtlos zu steuern.
Im Serienbildmodus gelangen laut Hersteller bis zu 3,5 Bilder pro Sekunde auf die Speicherkarte. In der E-420 lassen sich xD-Picture Card oder CompactFlash-Karten einsetzen. Fast alle Zubehör-Teile (Objektive, Blitze) des E-Systems vom Olympus sind mit der E-420 zu verwenden. Die Kamera überrägt die Bilder per USB 2.0 Schnittstelle an einen Rechner.
Vor allem an sonnigen Tagen ist die automatische Schattenkorrektur der E-420 sehr hilfreich, die den extremen Kontrast bei direktem Sonnenlicht mindern soll. Bei solchen Aufnahmen sind die schattigen Bereiche oft unter- oder die im Sonnenlicht befindlichen Bereiche überbelichtet. Das menschliche Auge kann diese extremen Kontraste ausgleichen. Der Kontrastumfang eines CCD-Chips ist jedoch geringer, weshalb diese Fehlbelichtungen entstehen. Ein Prozessor in der Kamera versucht das Auge nachzuahmen und einen geeigneten Mittelwert zu finden, der beide Bereiche akzeptabel abbildet. Die Kamera hat aber noch mehr Hilfsmittel parat. Neben einer Gesichtserkennung verfügt sie über 28 automatische, halb-automatische und manuelle Aufnahmeprogramme (z.B. Nachtaufnahme, Porträt, Kinder, Kerzenlicht, Sonnenuntergang, Strand und Schnee).

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Die Olympus E-420 in der Frontansicht
(Klick vergrößert.)
Das Display der E-420 hat eine Diagonale von 6,9 Zentimetern und eine Auflösung von 230.000 Pixeln. Es soll 100% des Bildfeldes darstellen. Dank der Live-View-Technik kann es anstelle des Suchers genutzt werden. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen lassen sich die Motive auch über das Display scharfstellen. Das HyperCrystal LCD soll selbst bei direkter Sonneneinstrahlung scharf und kontrastreich bleiben.
Ab Ende April wird die E-420 in Sets mit unterschiedlichem Zubehör im Handel verfügbar sein. Der Kamerabody ohne Zubehör soll 499 Euro kosten. Je nach beiliegendem Objektiv wird der Set-Preis dann 599 oder 699 Euro betragen.
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