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NAS-Laufwerke im Test: Multitalente im Netzwerk
Netzwerk
Netgear und Qnap TS-201: mehr Festplatten, aber hoher Geräuschpegel
Zunehmende Festplatten-Anzahl geht bei den Testkandidaten allerdings auch mit steigendem Lärmpegel einher. Beim lüfterlosen Qnap TS-109 Pro und bei der sehr leisen Buffalo Linkstation Live merkt man lediglich an den blinkenden LED, dass die Geräte eingeschaltet sind. Die NAS-Boliden TS-201 und besonders der Netgear kühlen ihre Festplatten dagegen aktiv. Das geschieht zwar temperaturgeregelt, erzeugt aber dennoch eine konstante Geräuschkulisse. Wem die Datensicherheit besonders am Herzen liegt, kommt jedoch nicht umhin, sich ein NAS zuzulegen, das über mindestens zwei Laufwerke verfügt. Das Qnap TS-201 unterstützt den RAID-1-Modus, beim Netgear-NAS ist sogar RAID 5 möglich. Sollen diese beiden Geräte am Arbeitsplatz eingesetzt werden, empfiehlt es sich aber, sie in einem Schrank unterzubringen.
Installation ohne Netzwerkkenntnisse
Alle gestesteten NAS-Geräte punkten durch ihre einfache Installation. Diese läuft assistentengesteuert ab und erfordert kaum Netzwerk-Know-how. In einem Netzwerk mit DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol), bekommt die LAN-Festplatte ohnehin automatisch eine IP-Adresse zugewiesen. Um das mit Switch oder Netzwerkkarte verbundene Laufwerk anschließend schnell zu erkennen, installieren die Setup-Routinen jeweils eine passende Software auf dem PC. Besonders umfassend informiert dabei das Netgear-Tool, das nicht nur IP-Adresse und Netzwerk-Name ermittelt, sondern auch die Drehzahl des Gehäuselüfters sowie die Festplatten-Temperaturen anzeigt. Die ihm zugewiesene IP zeigt das Netgear ReadyNAS zusätzlich auf seinem LC-Display an.

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Lautlos: Das Qnap-NAS Turbo Station TS-109 Pro verzichtet auf einen Gehäuselüfter und kühlt seine Festplatte über das Aluminiumgehäuse.
Kurios, aber keinesfalls unpraktisch ist die "I'm here"-Schaltfäche des Buffalo-Tools, eine Art Aufspür-Funktion. Wer den Netzwerkspeicher verlegt hat, kann ihn über diesen Button eine Klangfolge abspielen und sämtliche LED blinken lassen. Dieses Feature besitzt der Netgear ebenfalls, verzichtet aber auf Tonsignale. Über die Setup-Tools haben Anwender auch schnellen Zugriff auf freigegebene Ordner (Shares) und das Webinterface des Samba-Servers.
Entscheidend: Die Samba-Server-Ausstattung
In ihren übersichtlichen und größtenteils deutschsprachigen Webinterfaces stellen die Netzlaufwerke sämtliche Samba-Dienste bereit, allen voran die Netzwerk-Services. Wer über kein DHCP-Netzwerk verfügt oder sämtliche Parameter manuell anpassen will, stellt dort wahlweise IP-Adresse, Arbeitsgruppe sowie Subnetzmaske, Gateway und DNS ein. Bei der tiefer gehenden Netzwerk-Konfiguration unterscheiden sich die Laufwerke jedoch deutlich.
Beispielsweise lässt sich beim Buffalo-NAS zwar noch die Ethernet-Paketgröße modifizieren und ein FTP- sowie Webserver einrichten. Insgesamt wird allerdings nur Standardkost geboten. User, die besonders umfangreiche Netzwerk-Einstellmöglichkeiten verlangen, werden beispielsweise Dienste für NFS und Active Directory vermissen. Wer ein NAS auch in Linux- und Unix-Umgebungen einsetzen will, sollte daher besser zu Qnap- oder Netgear-Geräten greifen.
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