Teamleiter Peter "Chucky" Schlosser über sein Team und die Liga
eSport: Gaming-Profi von Alternate aTTaX im Interview
Gaming
Peter "Chucky" Schlosser ist, seitdem er seine Karriere als "Counter-Strike"-Spieler beendete, Teamleiter bei ALTERNATE aTTaX. Netzwelt hat mit dem ambitionierten Gaming-Profi im Rahmen der Intel Friday Night Games über sein Team, die Zukunft und die Organisation als solche gesprochen.
Es gibt in Deutschland bereits einige Veranstaltungen, die Profispielern die Möglichkeit bieten, ihrer Berufung nachzugehen. Die "Intel Friday Night Games" können sich dabei zu den größten Veranstaltungen zählen. Das letzte "Intel Friday Night Game" der Saison XI war zugleich auch das zweite in Hamburg und fand im Congress Zentrum der Hansestadt statt. Diesmal standen sich unter anderem im CS:S-Match das "ALTERNATE aTTaX" Team und "egamespoint.Thermaltake" gegenüber. Zwar ging es in dem Spiel eigentlich nur noch um die Ehre, aber dennoch lieferten sich beide Teams ein gutes Match.
Gut gelaunt, aber leider mit einem Gipsarm gehandicapt, stand uns Peter "Chucky" Schlosser für ein Interview zur Verfügung. Der 25-jährige Teamleiter des "ALTERNATE aTTaX Teams" konnte mit dem Abend zufrieden sein. Sein Team gewann 16:10 und gab sich keine Blöße.
netzwelt: Hallo Chucky, schön, dass du dir die Zeit genommen hast uns einige Fragen zu beantworten. Wenn ihr ein Fazit über die Saison ziehen müsstet, wie würde das ausfallen? Was war gut und was war schlecht? Woran würdet ihr demnächst noch intensiver arbeiten?
Peter "Chucky" Schlosser: Wir sind mit dem Verlauf der Saison sehr zufrieden, da wir uns schon frühzeitig für die Play-Offs qualifizieren konnten. Wir hatten zwar einen kurze Schwächephase, aber konnten diese relativ schnell überwinden.

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Peter "Chucky" Schlosser bei seinen Vorbereitungen zum Match.
netzwelt: Heute im letzten Spiel war ja der Druck nicht mehr all zu hoch. Wie habt ihr die Spannung aufrecht erhalten? Habt ihr, bevor ein Spiel beginnt, eigentlich irgendwelche Rituale oder seid ihr abergläubisch in der Richtung vor einem Spiel?
Peter "Chucky" Schlosser: Uns geht es in einem Spiel nicht nur darum, was wir mit einem Sieg erreichen oder nicht erreichen können, sondern wir möchten allen Zuschauern immer unser bestmögliches Spiel zeigen. Viele verschiedene Leute nehmen sich Zeit, das Spiel anzuschauen, und geben sogar Geld aus, um uns vor Ort zu besuchen. Wir sind es den Zuschauern schuldig, dass wir unser Bestes geben. Daher fällt es uns auch leicht, die Spannung aufrecht zu erhalten, selbst wenn sich in der Tabelle nicht mehr viel bewegen würde. Vor jedem Spiel schließen wir uns zu einem Kreis zusammen, um noch einmal alle taktischen Feinheiten durchzugehen. Wir versuchen uns hierbei bestmöglich auf den Gegner einzustellen, sei es durch eigene Taktiken oder durch unser Wissen über die Spielweise des Gegners. Danach versuchen wir durch lautes Ausrufen unseres Teamnamens alles um uns herum zu vergessen, damit wir zu 100 Prozent konzentriert in das Spiel gehen können.
netzwelt: Wie habt ihr euch als Gruppe gefunden und war es anfangs schwer sich "zurecht zu raufen"? Wo entstehen, falls überhaupt, Streitpunkte?
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