Klassik in höchster Qualität mit 320 Kbit/s
Deutsche Grammophon bietet Klassik-Raritäten ohne DRM
Internet & Netzwelt
Download-Portale, die aktuelle Chart-Hits zum Herunterladen anbieten, sprießen wie Pilze aus dem Boden. Nun soll auch die bisher eher stiefmütterlich behandelte klassische Musik Download-tauglich werden. Die Deutsche Grammophon legt Wert auf eine hohe Qualität und verzichtet auf den oftmals lästigen Kopierschutz. In nicht weniger als 42 Ländern öffnet der neue Online-Shop seine Pforten.
30 Euro Guthaben
Nach Angaben der Deutschen Grammophon sollen zum Start des neuen Angebotes etwa 2.400 Alben zur Verfügung stehen. Darunter befinden sich rund 600 echte Liebhaberstücke. Es handelt sich dabei um Alben, die nicht mehr auf CD erhältlich sind. Der Aufbau eines neuen Vertriebskanals steht beim Aufbau des Angebotes an erster Stelle. Alle bedeutenden Grammophon-Aufnahmen sollen mittelfristig digitalisiert und über das Internet einem breiten Publikum angeboten werden.
Einzelne Titel kosten 1,29 Euro, ein Album schlägt in der Regel mit 10,99 Euro zu Buche. Für einen Euro Aufpreis gibt es als Bonus ein elektronisches Booklet. In Anlehnung an die Begleithefte zu handelsüblichen CDs enthält die digitale Fassung ebenso CD-Cover, Fotos und Begleittexte zu den einzelnen Werken.
Klassik ohne Kopierschutz
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Klangqualität gelegt. Anstatt der üblichen Audiocodierung von durchschnittlich 192 Kilobit pro Sekunde werden die MP3-Dateien mit der bestmöglichen Audiorate von 320 Kilobit pro Sekunde angeboten. Damit sollen sich die Musikstücke qualitativ nicht von CD-Qualität unterscheiden. Kundenfreundlich: Im Online-Shop werden die Werke ohne Kopierschutz angeboten. Durch den Verzicht auf das so genannte Digital Rights Management (DRM) kann die digitale Musik auf beliebigen Playern, beispielsweise dem iPod von Apple, abgespielt werden.
Die inzwischen zur Universal Music Group gehörende Deutsche Grammophon will aber nicht nur den deutschen Markt erobern. In insgesamt 42 Ländern, darunter China, Russland, Indien, Südafrika sowie mehreren Staaten Lateinamerikas sowie Mittel- und Osteuropas, ist das neue Portal in der Nacht zum Mittwoch, 28. November, an den Start gegangen.
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