DSL-Hoffnung für ländliche Regionen
WIMAX: Funknetz radiert weitere weiße Flecken aus
DSL-Alternativen
Die weißen Flecken auf der DSL-Landkarte wollen kein Ende nehmen. Wenn weder die Telekom noch Kabelnetzbetreiber die erforderliche Breitband-Geschwindigkeit erreichen und auch UMTS keine Lösung aus der Internet-Krise ist, gilt WiMAX als letzte Rettung. Noch vor Weihnachten werden Haushalte im südöstlichen Zipfel von Niedersachsen an das Funknetz angeschlossen.
Drahtlos Alternative
Mit der drahtlosen WiMAX-Technik expandiert der Veranstalter DBD Deutsche Breitband Dienste GmbH in immer mehr Bundesländern. Mit der Marke MAXXonair werden Breitbandzugänge in Großstädten realisiert, mit der Schwestermarke DSLonair sollen vor allem ländliche Gebiete versorgt werden. In erster Linie sollen mit WiMAX Regionen aufgerüstet werden, die bisher von der Deutschen Telekom beziehungsweise den Kabelnetzbetreibern nicht mit DSL-Anschlüssen versorgt wurden.
Die Gründe sind vielfältig: Meist schrecken die Anbieter zu hohe Investitionen für nur wenige Tausend Haushalte ab. In einigen Regionen verhindert eine zu große Entfernung zwischen den Haushalten und den bestehenden Vermittlungsstellen eine Versorgung. Vor allem in Kleinstädten, aber auch in einigen Stadteilen von Berlin gibt es nach wie vor erhebliche Versorgungsengpässe. Mit WiMAX soll nun eine bezahlbare Alternative, die auch über einen Rückkanal verfügt, geschaffen werden.
MAXXonair und DSLonair: Die Tarife
Die angebotenen Tarife unterscheiden sich allerdings deutlich. MAXXonair Eco umfasst für 9,99 Euro zwar eine Flatrate, erlaubt aber nur eine maximale Download- und Uploadgeschwindigkeit von 64 Kilobit/Sekunde. Eine höhere Surfgeschwindigkeit von einem Megabit/Sekunde wird im Gegenzug mit einer Volumenbegrenzung quittiert. Nur ein Gigabyte Transfervolumen sind im Preis von 9,99 Euro inklusive, jedes weitere Megabyte kostet 1,5 Cent. Eine Doppel-Flat für Surfen und Festnetz-Telefonie gibt es im Tarif MAXXonair Comfort für 39,99 Euro/Monat. Der Downstream erreicht bis zu 2.048 Kilobit/Sekunde, der Upstream maximal 192 Kilobit/Sekunde.
DSLonair hat ebenfalls einen Einsteigertarif DSLonair Fun im Angebot. Mit maximal 1.048 Kilobit pro Sekunde kann für 24,99 Euro/Monat gesurft werden, das Datenvolumen ist auf ein Gigabyte begrenzt. DSLonair Comfort liefert eine Doppel-Flat mit maximal zwei Megabit/Sekunde und einen Telefonanschluss. Die monatliche Abo-Gebühr beträgt 44,99 Euro. Die Bereitstellungskosten liegen bei einem Zwölf-Monats-Vertrag bei 169,99 Euro, bei 24 Monaten sind es 69,99 Euro. Das erforderliche DSLonair-Modem stellt der Anbieter während der Vertragslaufzeit kostenlos zur Verfügung.
Ausbau in mehreren Bundesländern
Nach zahlreichen Orten in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen konzentriert sich DBD mit seinem Angebot DSLonair nun auf die Versorgung mehrerer Ortschaften im südöstlichen Niedersachsen. In Nesselröden, Seulingen, Rollshausen, Germershausen, Bernshausen, Obernfeld und Brehme sowie im Umland von Duderstadt sollen noch im Dezember die ersten Haushalte mit Breitband-Geschwindigkeit im Internet surfen. Vier Basisstationen werden derzeit zu diesem Zweck aufgebaut, rund 400 Kundenverträge sollen bereits im Vorfeld abgeschlossen worden sein. Damit wurde die erforderliche Mindestanzahl von Verträgen deutlich überschritten. Einer Umsetzung des Projektes steht nichts mehr im Wege.
Bis Ende Januar 2008 sollen über die Basisstation im thüringischen Brehme auch die Eichsfelder Orte Ecklingerode und Holungen mit funkbasierten Highspeed-Internetzugängen versorgt werden.
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