Studie: In zwei Jahren gerät das Netz an seine Grenzen
Das Internet bekommt Kapazitätsprobleme
Patrick Woods
Internetprovider müssen Milliarden investieren, andernfalls wird es spätestens im Jahr 2010 zu Problemen kommen. Die Infrastruktur des Internets kann dem Wachstum von Breitbandanschlüssen, Downloadinhalten und Videodiensten nicht mehr lange standhalten.
Dies ist das Fazit einer aktuellen Studie der Analysten der "Nemertes Research Group". Etwa 137 Milliarden Dollar - 93 Milliarden Euro - müssten laut Nemertes in den nächsten Jahren weltweit in das Backbone-Netz investiert werden. Backbones sind, vereinfacht gesagt, die Knotenpunkte des Internets.

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Wo viele Leitungen zusammenlaufen, gibt es Engpässe.
Die Studie stützt damit die Bedenken, die die "Internet Innovation Alliance", ein Interessenverband amerikanischer Breitbandprovider, seit Jahren vorbringt. Die Studie geht davon aus, dass Angebote wie Videostreams, Peer-to-peer oder Musikdownloads die Nachfrage nach Bandbreite immer schneller steigen lassen werden.
"Video hat die Menge des Webinhalte explodieren lassen", so Bruce Mehlman, stellvertretender Vorsitzender von Internet Innovation Alliance. Der Verband rechnet vor, dass die gesamten Internetinhalte im Jahr 2007 um 161 Exabyte wachsen werden. Ein Exabyte entspricht 1,1 Milliarden Gigabyte.
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