Ein Deutscher in Amerika, ein Amerikaner in Deutschland
1.000 Stories: Die USA und die Klischees
Patrick Woods
Mit dem Motorrad durch ein fremdes Land fahren, Menschen begegnen, sich deren Geschichten und Ansichten anhören und einen Einblick in eine andere Gesellschaft bekommen. Das ist das Ziel von "1.000 Stories". Und die Zuschauer sind täglich dabei, ein Video-Projekt des Goethe-Instituts macht es möglich. Ein Deutscher in den USA und ein Amerikaner in Deutschland.
Inhalt
- "Alle Menschen sind gleich"
- Geschichten vom Rand der Gesellschaft
- Die Gesellschaft unter dem Vergrößerungsglas
- Der Amerikaner in Deutschland
- Nach dem Mauerfall wie nach dem Krieg
- Durch die Augen der anderen
- Das Projekt
"Haben Sie schon einmal jemanden getötet?", fragt der Filmemacher hinter der Kamera. "Sicher, oft. Es ist hässlich". Florian Thalhofer, 35, ist dieser Filmemacher und auf einer Mission: Er durchkreuzt die USA auf der Suche nach dem wahren, inneren Kern fernab aller Klischees und Oberflächlichkeit.
"Alle Menschen sind gleich"
Er bewegt sich möglichst nah an den Menschen: Motorrad statt Flugzeug, an Stelle von Touristenattraktionen und urbanen Großstadtbildern sucht er sich die Menschen am Rande, die echte Geschichten zu erzählen haben. Wie Dick, den ehemaligen Soldaten, der 29 Jahre lang dem Vaterland gedient hat und sich nun vor der Kamera überraschend unpathetisch mit dem Krieg auseinandersetzt. Er hat die halbe Welt mit der Waffe in der Hand gesehen. "Wir sind alle gleich", resümiert der Rentner altersmilde.

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Dick aus Louisiana hat als Soldat die halbe Welt gesehen.
Oder Yesenia, die aus Mexiko stammt, aber in Texas aufwuchs. Mit 13 heiratete sie ihren Traummann und fand sich wenige Jahre später als alleinerziehende Mutter zweier Töchter wieder. Nun sortiert sie Papayas - für fünf Dollar die Stunde. Thalhofer steigt vom Motorrad und trifft Menschen. Mit manchen ist er verabredet, die meisten trifft er rein zufällig. Sie setzen sich zusammen und reden eine Stunde.
Geschichten vom Rand der Gesellschaft
Der Filmemacher schneidet das Material zusammen und stellt es ins Internet. Ein Videoblog als Reisetagebuch einer außergewöhnlichen Fahrt. Die Interviewpartner sind nicht speziell ausgewählt. Wer etwas sagen möchte und Spannendes zu erzählen hat, ist dabei. So wie Dustin, den Thalhofer auf einem WalMart-Parkplatz kennenlernte und der von seiner Wandlung vom High-School-Dealer zum gläubigen Christen erzählt.

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Ex-Drogen-Kid Dustin: "Ich bin ein Dealer Gottes!" (Bild: F. Thalhofer)
Er berichtet vom Drogenkonsum unter Schülern, vom Coolsein, von seiner Mutter, die ihm mit zwölf Jahren das Kiffen beibrachte, von seinem dealenden Onkel, der die Kurve nicht bekommt. Er sei ein geborener Verkäufer, sagt Dustin. "Jetzt bin ich ein Dealer Gottes, wenn Du etwas Gott willst, komm zu mir". Amerika wie unter der Lupe. Zu detailliert für manche, die sich in den Kommentaren darüber beschweren, dass hauptsächliche tragische Geschichten im Blog landen.
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Schöner Artikel über eine interessante Seite.
Aber die "Vergrößerungsfunktion" der Bilder ist ein Witz. Macht die Detailansicht eines Fotos doch wenigstens ETWAS "detaillierter" als die Standard-Ansicht im Artikel, damit es sich lohnt sie anzuklicken !!
Zitat:
Das ist auch ok so. Den Job hat schon ein anderer einfach nur perfekt gemacht ;)
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Xaver_Gernstl
Gernstl unterwegs: Roadmovies auf Bayerisch | Land & Leute | BR
Ich möchte mich wegen der Zoomfunktion bei Bildern gerne Temudjin anschließen!
Ich halte sie ebenfalls für unnötig:
- Ich habe Firefox mit Image Zoom
- Ein kleines Bild und ein wirklich großes auf ner zweiten Seite reichen völlig
[/*]
Grüße Grunzer
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