Wunderkabel und mystisches Zubehör für HiFi-Anlagen
Im Land der Audio-Wunderkabel
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Lange Wege mit Standardkabeln problemlos machbar
Gegensätzliche Meinungen gibt es nicht nur bei Kabeldicke und -material, sondern auch bei dessen Länge. Der nüchterne wissenschaftliche Ansatz stuft den Widerstand bei hausüblichen Kabellängen ebenso wie deren Induktivität und Kapazität als elektrisch vernachlässigbar ein. Insofern würden herkömmliche Heimanlagen im Grunde keine armdicken Kabel erfordern, weil die übertragene Leistung dort nicht besonders groß ist und Verluste quasi nicht auftreten. Um Musik in Zimmerlautstärke aus den Boxen ertönen zu lassen, genügen daher schon preiswerte Kabel mit einem Durchmesser von 0,75 Quadratmillimeter, die ohne Weiteres zehn Meter überbrücken können. Viele HiFi-Freaks widersprechen dem energisch. Denn je länger das Kabel, desto stärker machen sich Übertragungsverluste für sie klanglich bemerkbar.
Armdicke Kabel nur für High-End-Anlagen sinnvoll
Wenn mehr Leistung zu den Lautsprechern geschickt werden soll, erfordert das in der Tat dickere oder kürzere, in jedem Fall aber teurere Verbindungen. Diese durchmessen normalerweise bis zu sechs Quadratmillimeter, machen aber nur für High-End-Systeme Sinn, die mehrere hundert Watt bereitstellen. Bei dieser Geräteklasse gehen Audio-Enthusiasten aber ohnehin keine Kompromisse ein. Eine High-End-Anlage versucht, die Musik möglichst natürlich und originalgetreu wiederzugeben. Kosten spielen in dieser Geräteklasse nur eine untergeordnete Rolle.
Optimaler Kontakt mit vergoldeten Steckern
Um Misstönen vorzubeugen, müssen allerdings auch die Boxen und der Verstärker etwas leisten können. Dabei kommt es auch auf ihre Steckverbindungen an. Besonders die preiswerten Kabelklemmen können durch hohe Übergangswiderstände den Vorteil gut abgeschirmter Lautsprecherkabel wieder zunichte machen. Mit den handelsüblichen Cinch-Steckern und -Buchsen ist man hier bereits gut beraten. Besonders teure NF-Exemplare sind sogar vergoldet und dabei keineswegs nur Blendwerk. Die Goldschicht sorgt dafür, dass der Stecker nicht korrodiert und bietet gleichzeitig optimalen Kontakt zu Verstärker und Boxen. Wer allerdings häufig seine Anlage umbaut und dabei Strippen zieht, verschlechtert dabei streng genommen den Klang. Die Goldschicht ist nämlich nur wenige Mikrometer dick und wird mit jedem Ein- und Ausstecken ein wenig mehr abgetragen.

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Sauerstofffreie Kupferkabel wie die von Vivanco angebotene Cinch-Verbindung garantieren laut Hersteller perfekte Signalübertragung.
(Klick vergrößert.)
Esoterisches Zubehör Teil 1: Elektrosmog-Steckerleisten
Auf die HiFi-Enthusiasten hat sich eine ganze Branche eingeschossen, die neben sinnvollem Equipment auch oftmals kurioses Zubehör anbietet. In Fachgeschäften werden mitunter Stromverteiler angeboten, die speziell für High-End-Verstärker konzipiert sind. Das macht auch durchaus Sinn, da Letztere bis auf mehrere hundert Watt Leistungsaufnahme kommen. Für herkömmliche HiFi-Bausteine genügt dagegen eine normale Steckerleiste. Einige für High-End-Systeme angebotene Steckerleisten sollen laut Hersteller allerdings auch gegen Elektrosmog schützen, den Strom also frei von elektromagnetischen Störungen liefern. Doch selbst die ausgefeiltesten Verteiler können nur die Stromqualität weiterleiten, die sie über das Hausnetz erhalten. Wer die elektrischen Leitungen nicht selbst gelegt hat, wird aber kaum wissen, wie es hinter der Steckdose aussieht. Und nicht selten verbergen sich dahinter recht tollkühn gelegte Schaltungen.
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