Wunderkabel und mystisches Zubehör für HiFi-Anlagen
Im Land der Audio-Wunderkabel
Home Entertainment
Um kaum eine andere Zubehörgruppe ranken sich so viele Mythen wie um Audio-Kabel. Verwandeln sauerstofffreie Kupferkabel und vergoldete Stecker die Discounter-Stereoanlage wirklich in ein Klangwunder oder bringen sie selbst bei teuren High-End-Komponenten nichts? Die Antwort ist ein klares Jein und wird von jedermann anders definiert.
Inhalt
- Spezialkabel: Guter Klang oder Placebo-Effekt?
- Material, Dicke und Temperatur bestimmen Kabelwiderstand
- Mit speziellen Materialien zum optimalen Klang
- Sinnvolle Investition: Niederfrequenz-Kabel
- Lange Wege mit Standardkabeln problemlos machbar
- Armdicke Kabel nur für High-End-Anlagen sinnvoll
- Optimaler Kontakt mit vergoldeten Steckern
- Esoterisches Zubehör Teil 1: Elektrosmog-Steckerleisten
- Esoterisches Zubehör Teil 2: "Burn in" für Audiokabel
- Esoterisches Zubehör Teil 3: CD-Entmagnetisierer
- Fazit: Jeder definiert das Superkabel anders
Der Werbetext versucht es erst gar nicht auf die subtile Tour, sondern trägt sofort dick auf: Handverlesene Kupferstränge auf dem Jahr 1954 machen das TMD-Audiokabel klanglich so einzigartig, weil sie sich laut Anbieter heutzutage nicht mehr in dieser Qualität produzieren lassen. Doch nicht genug: Die ausgewählten Strippen werden in mühevoller Handarbeit mit Baumwollfäden umwickelt, in Seide gehüllt und schließlich mit goldenen Cinchsteckern verlötet. So viel Aufwand will bezahlt werden: Beispielsweise kostet ein Meter der Kabel-Variante "Inca Red" 1.799 Euro.
Spezialkabel: Guter Klang oder Placebo-Effekt?
Zugegeben, dieses Beispiel ist plakativ gewählt und provoziert sicher das ein oder andere spöttische Grinsen. Doch es soll den Anbieter nicht diskreditieren, denn so mancher Audio-Enthusiast ist gewillt, derart viel Geld für ein Lautsprecherkabel zu bezahlen und hört laut eigenen Angaben dann tatsächlich einen klanglichen Unterschied. Zudem relativiert Anbieter Poppi Electronic: Die teuren Kabel seien an einer 200-Euro-Stereoanlage deplaziert und würden sich erst bei hochwertigen Hifi-Bausteinen ab 1.000 Euro aufwärts lohnen. Dort könnte man dann aber eine hörbare Klangverbesserung registrieren.

![]()
![]()
Vom Pre-Amp zur Endstufe: Für ein Meter Audiokabel des Typs "Inca Red" verlangt dieser Anbieter fast 1.800 Euro. Bei High-End-Anlagen soll das Kabel durch seine Materialien für brillante Akustik sorgen.
(Klick vergrößert.)
Das Thema Lautsprecherkabel sorgt bei Hifi-Bastlern und Klangfetischisten regelmäßig für emotionale und erbitterte Diskussionen. Für die einen beeinflussen die Kabel die Klangqualität entscheidend mit und können daher gar nicht hochwertig genug sein. Andere wiederum tun sämtliche High-End-Verbindungen als Humbug ab. Wer nur fest genug daran glaubt, so ihr Argument, der hört auch einen Unterschied.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Home Entertainment
-
CES Gadget Globus: Drahtlose Lautsprecherlampen
Heimkino-Besitzern geht ein Licht auf -
Kabel Deutschland will auf den Mobilfunk-Markt
Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber geht in die Offensive -
HDMI: Verwirrspiel um Versionen und Features
Neue Logo-Richtlinien sollen für Klarheit sorgen
Links zum Artikel
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
Hui da traust du dich aber ein Thema und bleibst entsprechend vage.
Den Hinweiß, dass digitale Übertragung um ein vielfaches fehlertoleranter ist hättest du aber bringen können, auch auf optische Übertragung die ja im Gegensatz zur elektrischen keine Brummschleifen erzeugt und ebenfalls nicht einigen anderen Nachteilen der elektrischen unterliegt hätte man erwähnen können.
Gerade im Bereich der für Otto Normal Verbraucher noch interessant ist (unter 100€) unterscheiden sich die Kabel ab einem gewissen Minimum ob nun bei Toslink oder Coaxial weniger in der die Übertragung betreffenden Qualität als vielmehr in der Verarbeitung - hier sollte man eher auf Knickschutz und vernünftige Stecker/Verbindungen achten als irgendwelchem "esoterischem" Marketing auf den Leim zu gehen, da die Übertragung von 1 und 0 nicht so leicht durch abstrakte Phänomene zu stören ist ;)
Ich hoffe durch das gewählte spezielle Beispiel aus unserem HiFi Forum entsteht kein falscher Eindruck :)
Aus der ersten Antwort sollte schon hervorgehen, dass auch bodenständig gedacht wird aber jedes Thema Beachtung findet, schaut doch mal in unserer (euch am wahrscheinlichsten betreffenden) Computer Sektion unter Multimedia / PC & HiFi rein falls ihr Hilfe braucht oder etwas beitragen wollt.
Genau :D
Und dann hört man über die 10 k€ Anlage mit 1 k€ Kabeln an eine 0,5 k€ Soundkarte angeschlossen t-olle 96 oder 128 kBit mp3s...
:musik:
Nix für ungut!
Grüße Grunzer
Stimmt leider sind Programme wie EAC oder Soundformate wie FLAC Fremdwörter für die meisten....
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben



