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12.11.2007
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Interview mit dem Chef der Landesmedienanstalt Saarland

DVB-T: Das große Warten hat ein Ende

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DVB-T: Das große Warten hat ein Ende

Der sukzessive Ausbau des digitalen Antennenfernsehens geht noch in diesem Jahr weiter. Ab dem heutigen Montag wird Südwestfalen mit DVB-T Programmen versorgt. Bereits Ende November folgt der Großraum Aachen, Mitte Dezember wird das digitale Antennenfernsehen mit öffentlich-rechtlichen und privaten Programmen im Saarland an den Start gehen. Grund genug für netzwelt, sich mit dem Chef der Landesmedienanstalt Saarland, Dr. Gerd Bauer, über den Digital-Boom zu unterhalten.

Welche Erwartungen es in eine künftige Beteiligung der kommerziellen TV-Sender gibt, was von Planspielen über terrestrische Bezahlfernsehangebote zu halten ist und welche Chancen der Ausstrahlung von Hörfunkprogrammen über DVB-T eingeräumt werden - zu diesen und weiteren Fragen nimmt der Vorsitzende der Landesmedienanstalt Saarland (LMS), Dr. Gerd Bauer, im Gespräch mit netzwelt Stellung.

netzwelt: Wie man den bisherigen Veröffentlichungen der LMS entnehmen konnte, soll noch vor Weihnachten DVB-T im Saarland eingeführt werden. Gibt es schon einen konkreten Termin für den Sendestart?

Bauer: Ja, der Start soll am 13. Dezember 2007 sein.

netzwelt: Wird es einen Simulcastbetrieb geben oder das digitale terrestrische Fernsehen die analoge Übertragung von TV-Programmen mit einem Schlag ablösen?

Bauer: Einen Simulcast-Betrieb wird es nicht geben. Am 13. Dezember 2007 endet die analoge terrestrische Fernsehausstrahlung im Saarland - nicht zuletzt aus Kostengründen.

netzwelt: Was schätzen Sie, wie viel Prozent der Haushalte im Saarland empfangen Ihre Fernsehprogramme noch über die Hausantenne?

Bauer: Genauere Zahlen liegen der LMS nicht vor. Wir gehen davon aus, dass derzeit noch circa vier Prozent der Bevölkerung Fernsehprogramme über Antenne empfangen.

netzwelt: Wird DVB-T von Beginn an das gesamte Bundesland abdecken? Oder sieht das Szenario die Inbetriebnahme von zusätzlichen DVB-T Sendern zu einem späteren Zeitpunkt vor?

Bauer: Eine Abdeckung des gesamten Bundeslandes ist mit dem Start am 13. Dezember 2007 noch nicht möglich. Im Raum Merzig dürfte es noch einige Versorgungslücken bei den saarländischen DVB-T-Bouquets geben. Die Überlegungen aller Beteiligten schließen aber die Inbetriebnahme von zusätzlichen DVB-T-Sendern nicht aus.

netzwelt: Nach einer langen Durststrecke werden erstmals wieder private Programmveranstalter bei einem DVB-T Projekt mit von der Partie sein. Neben Saar TV gehen mit TELE 5 und QVC auch zwei bundesweite Privatsender an den Start. Wie ist Ihnen dieser Coup gelungen?

Bauer: Wir freuen uns sehr, dass TELE 5 und QVC sich auf die DVB-T-Ausschreibung der LMS neben SAAR TV beworben haben. Wir konnten alle beteiligten Privaten davon überzeugen, dass sie die Chance des Umstiegs auf beziehungsweise Einstiegs in DVB-T im Saarland nutzen sollten. Dabei mag persönliches Engagement ebenso eine Rolle gespielt haben wie die Bedeutung des Saarlandes als kleinstes Flächenland, das schon oft Testmarkt für Medienentwicklungen sein konnte.

netzwelt: Leider sind die großen Senderfamilien ProSiebenSat.1 und RTL Group nicht dabei. Haben Sie Hoffnung, dass die großen Privatsender noch folgen werden? Gäbe es zumindest entsprechende Kapazitäten?

Bauer: Entsprechende Kapazitäten sind telekommunikationsrechtlich vorhanden. Die Tür ins digitale terrestrische Fernsehzeitalter ist für die großen Senderfamilien auch im Saarland weiter geöffnet. Allerdings haben wir bislang noch keine Signale, dass beide Senderfamilien die Türschwelle im Saarland überschreiten wollen.


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News Flash, am 08.01.2009 09:09

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