Client soll Google-ähnliche Textanzeigen liefern
Limewire plant P2P-Anzeigenmarkt
Filesharing
Tauschbörsen-Anbieter LimeWire arbeitet derzeit fleißig an seinem Download-Shop - und hat offenbar bereits weitere Pläne: Die Firma will ihre Software für kontextrelevante Anzeigen nutzen. Vorbild dafür ist der Suchmaschinenriese Google.
Limewires CEO George Searle erklärte diese Woche auf einer Branchenveranstaltung in Los Angeles, dass seine Firma ein großes Potential im Online-Werbemarkt sehe. Searle zitierte dafür Zahlen von Marktforschern, die dem Bereich der bezahlten Suchergebnisse für die nächsten fünf Jahre ein Wachstum von 132 Prozent vorhersagen. Gemeint sind damit zum Beispiel jene Anzeigen, die Google am Rande von Suchergebnissen auflistet.
Bisher sind derartige Anzeigen auf Web-Suchmaschinen beschränkt. Searle glaubt jedoch, dass Limewire gute Chancen hat, mit einem ähnlichen System auch im P2P-Bereich Erfolge zu verzeichnen. Dazu erklärte er, dass Limewire pro Monat fünf Milliarden Suchanfragen verzeichne. Das ist nicht viel weniger als Google & Co: US-Internetsurfer fragten im letzten Monat bei allen großen Suchmaschinen zusammengenommen acht Milliarden Suchen ab. Laut Searle hat Limewire zudem mehr individuelle Nutzer als Microsofts MSN-Suchmaschine.
Diesen gewaltigen Zuspruch will sich die Firma jetzt bezahlt machen, indem man Textanzeigen neben den Suchergebnissen seiner Nutzer einfügt. Dabei orientiert sich die Firma offenbar auch gestalterisch sehr an Google. Ein Screenshot zeigte den Limewire-Client mit zwei Anzeigen über und eine Reihe weiterer Anzeigen rechts neben den eigentlichen Suchergebnissen.
Musik-Plattform startet noch dieses JahrSearle wollte nicht verraten, wann Limewire das System in seine Software integrieren will. Einen Vorgeschmack darauf dürften Limewire-Nutzer jedoch bereits zur Weihnachtszeit bekommen. Der P2P-Anbieter will dann seinen MP3-Download-Shop einweihen.
Die DRM-freie Download-Plattform wird komplett Web-basiert sein. Nutzer des Clients dürfen sich jedoch darauf gefasst machen, mit kontextrelevanten Textanzeigen zu den Download-Angeboten einzelner Musiker innerhalb des Limewire-Shops gelotst zu werden. Der MP3-Shop könnte damit so etwas wie ein Testfall für Limewires Anzeigenplattform werden.
Weitere Artikel zum Thema
-
Limewire zu Labels: "Nehmt 40 Prozent und seid lieb"
P2P-Client beteiligt Künstler an neuem Werbemodell
-
Limewire plant Download-Shop
MP3s vom Tauschbörsen-Betreiber
-
Limewire: Music Store verkauft MP3s ohne DRM
Online-Musikshop der ehemaligen Filesharing-Hochburg
Links zum Artikel
Mehr über: Limewire, Filesharing, P2P
Jetzt sind Sie dran.
Kommentieren
Limewire plant P2P-Anzeigenmarkt
Was sagen Sie dazu?
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben




